Hans Thomas Krumenacker / LinkedIn
Beim UN-Gipfel gegen Wüstenbildung #UNCCD COP17 in Ulaanbaatar fordern die Vereinten Nationen einen grundlegenden Wandel im Umgang mit Steppen, Savannen, Prärien, Wiesen und anderen GraslandschaftenAktionsbündnis Grünzug Salem
Freitag, 28. August 2026
Vom Asphaltband zum dezentralen Kraftwerk
Manfred Josef Hampel / LinkedIn
642 km thüringer Radwege stehen 35.000 km in den Niederlanden gegenüber.
Diese Zahl ist kein statistischer Fehler, sondern das Symptom einer jahrzehntelangen Infrastrukturpolitik eines städtischen und ländlichen Stückwerks.
Donnerstag, 27. August 2026
Da wird immer noch die Dimension der Aufgabe unterschätzt - Ernsthafte Klimapolitik sieht anders aus.
Merz sagt "Das ist Klimawandel" und meint damit anscheinend: "Das erledigt sich von selbst."
Der Hürtgenwald brennt, Tausende werden evakuiert, der größte Waldbrand in der NRW-GesDiese Regierung sucht alles Mögliche, nur keine Antworten auf den Klimawandel
Zahlen wie Donnerhall - hinterlegte Langfristszenarien zeigen wie unglaublich falsch unser Bild vom Energiesystem der Zukunft noch ist
Tim Meyer / LinkedIn
Und wieder „Zahlen wie Donnerhall“:
die Bundesnetzagentur hat bekanntgegeben, wie viel Anschlusszusagen für Großbatteriespeicher bislang von den Netzbetreibern gegeben wurden.
Mittwoch, 26. August 2026
Die Systemstudie kennt kein Szenario, das Reiche recht gibt - „Deshalb ist die Bremsbewegung auf Bundesebene wirklich unerklärlich"
Martin Jendrischik / LinkedIn
Der Chef des weltgrößten Netzausrüsters widerspricht der Ministerin. Öffentlich. Mit Zahlen
"Wir haben noch nicht mal das gebaut, was wir uns in Deutschland vor Jahren vorgenommen haben. Jetzt zu sagen, wir brauchen weniger, ist der falsche Weg", sagt Andreas Schierenbeck, CEO von Hitachi Energy, dem Handelsblatt.
Dienstag, 25. August 2026
Die 12 Ausreden: Warum Klimaleugner heute anders reden – und trotzdem dasselbe sagen
Dr. Christian Spindler, 24. August 2026
Der Klimawandel wird kaum noch geleugnet.
Er wird verwaltet, relativiert und vertagt.
Die Forschung kann das inzwischen zählen – und ich habe daraus ein Werkzeug gebaut.
Windkraft Baden-Württemberg: Ein Stromrebell gegen den Staatswald
Martin Jendrischik / LinkedIn 02. 08.2026 hier
Sein Vater war Landarzt. Nach Tschernobyl kaufte die Familie mit ein paar hundert Nachbarn das Stromnetz ihrer Gemeinde.Heute sitzt Alexander Sladek im Vorstand der EWS Schönau, der größten Energiegenossenschaft Baden-Württembergs. Und er kämpft gegen einen Gegner, den seine Eltern nicht auf dem Zettel hatten: den eigenen Staat.
Sonntag, 23. August 2026
Klimakrise ist mehr als Rhetorik. Das sollte sogar Friedrich Merz begreifen
Welch ein trauriger Auftakt des wieder aufgetauchten Kanzlers: Man glaubt ihm rein gar nichts mehr.
Das eigentliche Problem ist immer wieder, dass Merz und seine Partei die Tragweite der "grünen" Klimaproblematik einfach nicht verstehen können. Er denkt, mal vorne hin stehen und paar Sätze sagen - wutsch Problem gelöst, ab zum nächsten Punkt. Dabei hat er noch nicht mal an der Oberfläche gekratzt und weiß rein gar nichts über das Thema.
Ist ihm ja auch egal, er braucht diesen grünen "Quatsch " doch nicht, der große Wirtschaftskenner.
Blöd nur, dass sich immer mehr zeigt, dass seine viel beschworene Wirtschaftskompetenz auf Sand gebaut ist. Man kann immer mehr sehen, dass Wirtschaftskompetenz nur dann gegeben sein kann, wenn man gleichzeitig in der Lage ist die planetaren Grenzen und die gegebenen Sicherheitsbedingungen wahr zu nehmen. Ein weiterer Blickwinkel also, als ihn Merz je haben wird.
„Wir werden alles tun, um den Klimawandel zurückzudrängen"
Bundeskanzler Merz hat am Samstag in Hürtgenwald Einsatzkräften gedankt, die den bislang schwersten Waldbrand in der Geschichte des Bundeslandes erfolgreich bekämpft haben. Neben dem Dank betonte Merz: „Das ist der Klimawandel", und wandte sich ausdrücklich an Klimawandel-Leugner. Doch weitere Worte lassen erahnen: Es ist weiterhin in erster Linie Rhetorik.
Batterien sind in diesem Jahrzehnt zu einer der wichtigsten Zukunftstechnologien überhaupt geworden
Martin Jendrischik
250 Megawatt Leistung. Rund 500 Megawattstunden Kapazität. Sechs Monate Bauzeit.
Am 13. August hat Münch Energie bei Leuna/Krumpa im Saalekreis den größten derzeit in Betrieb befindlichen Batteriespeicherverbund Deutschlands eingeweiht, unweit von Merseburg und dem Chemiepark Leuna. Ministerpräsident Sven Schulze war dabei.Fünf Teilanlagen, eigene Umspannwerke mit 300 Megavoltampere Anschlussleistung, vollständig privatwirtschaftlich finanziert, ohne staatliche Förderung. Der Ausbau auf 800 Megawattstunden soll noch 2026 folgen.
Donnerstag, 20. August 2026
Alle reden davon, dass unsere Sozialsysteme "finanziert" werden müssen. Aber stimmt das überhaupt?
Thomas Reinsch
Nur eine Empfehlung --> den Beitrag von Maximilian in Ruhe einmal (besser zweimal) lesen
und sich dann die Frage stellen, trifft dies möglicherweise auch noch für andere Bereiche des sozialen Zusammenhalts, der gesellschaftlichen Entwicklung zu.Maximilian Runge-Segelhorst
Alle reden davon, dass unsere Sozialsysteme "finanziert" werden müssen. Aber stimmt das überhaupt?
Warum spricht eigentlich niemand darüber, dass die Welt vor wenigen Monaten die 3-Terawatt-Marke bei Solar überschritten hat?
Die Welt hat einen historischen Energie-Meilenstein erreicht: Weltweit sind inzwischen mehr als drei Terawatt Photovoltaik-Leistung installiert.
Dienstag, 18. August 2026
Rumdrucksen, nur um die Worte Klimakrise und Dürre nicht sagen zu müssen....
Jan Schmirmund , LinkedIn
Zum Beispiel gestern (17.08.) im Deutschlandfunk Klaus Wiener MdB: Angesprochen auf die Frage, was denn die Union in den letzten Jahren für den Klimaschutz getan hat und warum der Herr Bundeskanzler zu dem Thema lautstark schweigt, musste der gute Mann, tatsächlich auf, Achtung: Klaus Töpfer und Angela Merkel zurückgreifen. Da bin ich fast vom Stuhl gefallen.
Das Feld verbrennt. Die Lobby tankt - und der Bauernpräsident verdient fleißig
Alfred R. Krappel 18. August 2026
Ampel am Galgen: Mit dieser Vorrichtung am Traktor fuhr ein niedersächsischer Landwirt nach Berlin. (Quelle: LsV Wesermarsch, t-online)
Drei Millionen Tonnen Getreide verdorrt. Der Bauernverband fordert: billigeren Diesel.
Montag, 17. August 2026
Biotopverbundkonzept im Verwaltungsverband Salem
Für die Erstellung des Konzeptes wurden Gelder seitens der Landeskasse bereit gestellt, nicht aber für die Umsetzung der Maßnahmen, weshalb momentan nicht mit einer großzügigen Umsetzungsrate zu rechnen ist.
Aus der Gemeinde-Seite Salem entnommen, August 2026
Der neue Klimabericht aus Brüssel : Wie aus dem Klimanotstand die Kettensäge wurde
Peter Jelinek / LinkedIn
Die Folgen der Klimakrise (und des Wetterphänomens El Niño) sind im eigentlichen Sinne nicht politisch.
Sie sind lediglich physikalische Gesetzgebungen, vor denen uns eine Reihe an Klimaforscher*innen konstant seit den 1980er Jahren warnen.
Das Schweigen des Kanzlers und des EU-Rates – und folglich auch der EU-Kommission – wiederum schon.
Kein Hitzegipfel in Berlin oder Brüssel, nicht einmal ein Notfalltreffen zur kürzlich aufgetretenen Stromkrise in Ungarn oder Rumänien oder zur sich anbahnenden historischen Ernteausfällen, die preislich früher oder später in den Backstuben und damit den Verbraucher*innen landen werden.
Aber es passt zur Zeit und eben jene Zeit müssen wir uns genauer anschauen, um zu verstehen, wieso das Schweigen so groß wie die derzeitigen Folgen der Klimakrise ist.
Der neue Klimabericht aus Brüssel hier
Peter Jelinek 16. August 2026
Wie aus dem Klimanotstand die Kettensäge wurde
Slow Water in der Schweiz: Wie hält man Wasser dort, wo es später fehlen wird?
Jürg Vollmer / LinkedIn Aug. 11, 2026 (Schweiz)
Das Wasser soll nicht von Feld und Wiese abfliessen.
Das «Slow Water»-Projekt will es bremsen und speichern.
https://www.food-revolution.info/p/trockenheit-duerre-2026-slow-water
Lieber Bauernverband, wo sind die Traktoren-Proteste für MEHR KLIMASCHUTZ?!
Jan Schmirmund /LinkedIn
Angesichts der aktuellen Forderungen des Deutscher Bauernverband e.V. möchte ich mal den Landwirt Martin Jucker mit den Worten zitieren, die er mir für mein Buch "Regenerative Wirtschaft" gesagt hat:
"Wir haben immer großen Wert darauf gelegt, langfristig zu denken. Wir sind hier die fünfte Generation, und der Hof soll noch für viele Generationen erhalten bleiben.
Da bringt es nichts, in 5-Jahres-Zyklen zu planen. Ich bin überzeugt, dass wir mittelfristig mit weniger Aufwand mehr Ertrag erwirtschaften werden.
Wir haben den degenerativen Prozess umgekehrt, bauen wieder fruchtbare Böden auf und schaffen ein insgesamt resilienteres Produktionssystem.
Sonntag, 16. August 2026
Merz will mehr Investitionen - Reiche offensichtlich nicht...
Joachim Plesch / LinkedIn
... denn mit diesem nun nochmals als verfassungswidrig eingeschätzten Netzpaket werden bereits genehmigte und im Bau befindliche Investitionen v.a. in Windkraft plötzlich zunichte gemacht.Von 71 Mrd Euro Investitionsvolumen reden Branchenkenner.
Das neue Rechtsgutachten des Bundesverband WindEnergie e.V. zeigt nun auf, dass das verfassungswidrig ist:
"Die Bundesregierung greift in geschützte Rechtspositionen von Vorhabenträgern ein, die ihre Projekte bereits jahrelang planen und teilweise bereits Genehmigungen und Zuschläge erhalten haben. "
Donnerstag, 13. August 2026
Entwurf zur Weiterentwicklung des Natürlichen Klimaschutzes. Genau zum richtigen Zeitpunkt.
Jan Oliver Löfken / LinkedIn
Aktionsprogramm hier
Moore wieder vernässen, Flussauen renaturieren, Wäldern mehr Resilienz verleihen – Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) will das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz in einer neuen Fassung vorstellen.
Hier der Entwurf. Genau zum richtigen Zeitpunkt.
Wiederherstellung zwischen Angriffen und wachsender Unterstützung
Niklas Stoll / NABU auf LinkedIn
Ich habe einen Blogbeitrag für den Naturschätze Retten Blog des NABU geschrieben, der einen guten Einblick in meine aktuelle Arbeit beim NABU gibt. Dort arbeite ich seit Mai zur EU-Wiederherstellungsverordnung (W-VO), die am 18.8 zwei Jahre alt wird.Die W-VO soll die (trotz teils seit Jahrzehnten geltender umfangreicher Naturschutzrichtlinien) voranschreitenden Abwärtstrends von Biodiversität und des Zustands von Ökosystemen und Arten aufhalten und umkehren.
Hierzu schreibt sie erstmals im Naturschutz verbindliche Ziele und Fristen zur Zielerreichung fest und setzt das Ziel, degradierte Lebensräume und Arten von einem schlechten in einen guten Erhaltungszustand zu versetzen.
Dabei überlässt sie den Mitgliedstaaten aber freie Hand in der Umsetzung.
Die entscheidende Frage müsste vielmehr lauten - was braucht das Kind?
Thomas Reinsch / LinkedIn
Wenn Politik die Wechselwirkungen nicht mehr sehen will
Über eine Regierung, die Probleme nicht löst, sondern verschiebt
Mittwoch, 12. August 2026
Hitze, Dürre, Brände und die Politik - Ein Trauerspiel
Wolfgang Ertel <ertelw@gmail.com> Gesendet: Sonntag, 9. August 2026 20:15
Vorlesung zur Einführung in die Nachhaltigkeit
und zwar ab dem 8. Oktober, immer Donnerstags um 16 Uhr
im Raum H002 an der RWU
in Weingarten in der Doggenriedstraße.
Das Schlimmste an diesem Sommer ist nicht die Dürre selbst. Sondern die Duldungsstarre, mit der sie hingenommen wird.
Montag, 10. August 2026
Die Flut von damals ist die Dürre von heute
Neuer Verkehrsminister Bilger: "Am Wetter können wir nichts ändern"
Der Begriff "Wetter" mutiert zum neuesten Kampf-Narrativ der CDU - Hauptsache man muss den Begriff Klimawandel nicht in den Mund nehmen! Und damit - womöglich - auch noch den Grünen einen Punkt überlassen, siehe Wiebke Winter ganz am Ende.
Lieber Nebelkerzen zünden....Wenigstens solange das halt noch funktioniert - und dann?
Wer will schon so weit vor raus denken, das ist ganz schön anstrengend! Und dann auch noch die vielen Fakten und Hintergründe bedenken..... Lieber ganz schnell irgendwas machen, was für die Bevölkerung nach Lösung aussehen könnte - Wählerstimmen sichern halt. Geld spielt bekanntlich keine Rolle.
Also sorry: Ich fühle mich bei Herrn Bilger nicht in guten Händen aufgehoben...
Ferhat Kacmaz /SPIEGEL-Bestseller-Autor / LinkedIn
Der Rhein steht am Pegel Kaub bei 17 bis 19 Zentimetern – unter dem bisherigen Rekordtief von 2018.
Das klingt nach Wetterbericht, ist aber Industriepolitik
Frachter fahren mit rund einem Fünftel ihrer Ladung, die Kosten pro transportierter Tonne haben sich verdrei- bis vervierfacht, und Chemie, Stahl und Kraftwerke bekommen ihre Rohstoffe nur noch tröpfchenweise.
Deutschland debattiert über KI, Rechenzentren und Standortqualität – und scheitert währenddessen an einer Fahrrinne, deren Vertiefung am Mittelrhein seit 2018 angekündigt ist. (Anmerkung: ob das die tatsächliche Lösung sein könnte siehe unten) Ausweichen auf Bahn oder Lkw funktioniert nicht, weil dort die Kapazität ebenfalls fehlt. Wer Infrastruktur als Kostenposten behandelt statt als Produktionsfaktor, bekommt die Rechnung eben nicht im Haushalt, sondern in der Fabrik.
Wir brauchen eine neue Stadtbilddebatte: wie soll denn eigentlich unsere Stadt der Zukunft aussehen?
Sehr interessant zum Anhören. Empfehlenswert !
Deutschlandfunk hier Rabhansl, Christian | 08. August 2026,
Freitag, 7. August 2026
Deutschland wird systematisch entwässert – selbst in Zeiten von Dürre
RND hier Markus Decker 06.08.2026,
Auen und Feuchtgebiete wiederherstellen
Ehemalige Bundesumweltministerin: „Deutschland wird systematisch entwässert“
Die Grünen-Politikerin Steffi Lemke nennt das extreme Niedrigwasser „gravierend“. Und sie fordert energische Gegenmaßnahmen: Das Wasser müsse in der Landschaft gehalten werden.
Früher hieß es oft, ein bisschen Klimaschutz könnten wir uns schon leisten. Aber zu viel davon schade der Wirtschaft....
RND hier Ein Kommentar von Markus Decker 04.08.2026,
Niedrigwasser, AKW-Probleme, Ernteausfälle -
Wir können mit dem Klimawandel auch wirtschaftlich nicht leben
Allein die Beeinträchtigung der Schifffahrt auf dem Rhein durch Niedrigwasser zeigt, dass der Klimawandel immer größere ökonomische Schäden hinterlässt. Trotzdem ist von Klimaschutz selten die Rede. Hitzeschutz klingt einfach verheißungsvoller.
Mittwoch, 5. August 2026
Wo bleiben die Bauern-Proteste fürs Klima? Aktuell ist kein Traktor in Sicht
Dr. Martin Bethke
Deutschlands Landwirte sind für subventionierten Agrardiesel auf die Straße gegangen. Aber wenn es um Klimaschutz geht, hört und sieht man von ihnen nichts.Landschaftsrenaturierung: Unterschätztes Mittel gegen Brände
Euronews hier Von Angela Symons 05/08/2026
Unterschätztes Werkzeug: regenerative Bauern schützen Spaniens Land vor BrändenMontag, 3. August 2026
Ende der Urabstimmung gegen Palantir
Sehr unbefriedigend ist die ganze Abstimmung, wenn sich dadurch nichts verändert!
Wieso dann dieser Aufwand an Geld und Zeit?
Palantir für Millionen einzusetzen, weil die einen Wissensvorsprung haben ????
Ja und wie sollen die deutschen Unternehmen den einholen, wenn sie nicht zum Einsatz kommen ?
Update: es gibt Hoffnung! siehe ganz unten
ARD Tagesschau hier Video 29.07.2026
SWR hier 29.7.2026,
Debatte um Palantir-Software
Grüne sagen Nein zu Palantir, die Landesregierung setzt vorerst weiter auf US-Software
Das große gewollte Missverständnis: Investitionen in Energieinfrastruktur sind etwas völlig anderes als "Kosten"
Joachim Plesch
In der politischen und auch landläufigen Diskussion um die Energiewende sprechen viele davon, wieviel denn das alles kosten würden.Auch unsere Wirtschaftsministerin spricht ständig von Kosten und Kosteneffizienz ...
und nach meiner Lesart wird das oft auch ganz gezielt gemacht, um Investitionen in ein erneuerbares Stromsystem zu diskreditieren.
⚡ Denn Investitionen sind KEINE Kosten ⚡
Die "sichere" Versorgung bricht unter der Hitze zusammen - Ungarn erlebt "beispiellose Energiekrise"
Philipp Schröder /LinkedIn
Strom wird wieder Knapp!
Nach Frankreich und Rumänien fährt auch Ungarn ein Atomkraftwerk infolge von Trockenheit und Hitze runter.
Die ungarische Regierung will große Stromverbraucher zu freiwilligen Einsparungen auffordern und bei Bedarf auch verbindliche Begrenzungen anordnen. »Die Haushalte werden als Letzte von den Beschränkungen betroffen sein«
Ohne die Erneuerbaren in Europa, wären wir längst im Notstand, da auch koventionelle Kraftwerke aufgrund aufgeheizter Flüsse gedrosselt werden.
Sven König
An alle Atomis!!!
Es kann - wie bei Fukushima - nicht sein, was nicht sein darf .
Aber es passiert trotzdem.
Und deshalb war die Entscheidung von Dr. Angela Merkel richtig und weitsichtig. Es gibt bisher leider weder ein kosteneffizientes und sicher betriebssicheres AKW auf der Welt! Denn das wurde vor Fukushima auch über Fukushima gesagt
Spätestens jetzt hat jeder uneingeschränkte AKW-Befürworter seine Glaubwürdigkeit verloren!
ZDF Schlagzeilen-Ticker 02.08.2026 hier
Niedrigwasser in der Donau: Ungarn fährt AKW komplett herunter
Ungarn fährt sein einziges Atomkraftwerk Paks wegen des historischen Niedrigwassers der Donau erstmals seit fast einem halben Jahrhundert komplett herunter. "Wegen des weiter sinkenden Pegelstands der Donau wird der vorletzte Block des Atomkraftwerks Paks um 01.30 Uhr abgeschaltet", erklärte Ministerpräsident Peter Magyar am Samstag. "Infolgedessen erzeugt das Kraftwerk nur noch 240 Megawatt Strom, und morgen (am Sonntag) wird es zum ersten Mal seit 44 Jahren vollständig abgeschaltet."
ARD hier 02.08.2026 Von Clemens Verenkotte, zzt. ARD-Studio Wien
Ungarn erlebt "beispiellose Energiekrise"
Fast die Hälfte des benötigten Stroms fällt in Ungarn plötzlich weg. Wegen der anhaltenden Hitze muss das Atomkraftwerk Paks abgeschaltet werden. Premier Magyar spricht von einer "beispiellosen Krise".
Ungarns Bevölkerung steht nach Worten von Premierminister Peter Magyar vor einer "beispiellosen Energiekrise". Diese sei nur gemeinsam erfolgreich zu bewältigen. "Vor uns liegen die entscheidenden fünf Tage", sagt der Premier in einem Video.
Das Kernkraftwerk Paks werde überhaupt keinen Strom mehr produzieren.
"Es stehen die heißesten Tage mit 40 Grad bevor. Unser Stromnetz, die öffentlichen Versorgungsdienste und natürlich auch wir selbst werden einer enormen Belastung ausgesetzt sein", erklärt Magyar. "Ich bitte alle, ab Montag noch besser aufeinander zu achten, insbesondere auf Kinder, ältere Menschen, Kranke und Alleinstehende."
Nachdem der Pegelstand der Donau, deren Wasser als Kühlwasser für das AKW genutzt wird, auf einen neuen Rekordtiefstand gesunken ist, lief das Kernkraftwerk vor der kompletten Abschaltung nur noch mit zehn Prozent der Gesamtleistung.
AKW Paks sichert normalerweise Hälfte des Stroms
Das AKW Paks mit seinen vier Reaktorblöcken liegt 100 Kilometer südlich von Budapest und trägt fast zur Hälfte der Stromversorgung in Ungarn bei.
Magyar ist seit knapp drei Monaten im Amt und muss nun den Ungarn die drastischen Folgen des Niedrigwassers erklären. "Da der Wasserstand der Donau bei Paks derzeit bei minus 133 Zentimetern liegt und bei minus 134 Zentimetern auch der zweite Reaktorblock des noch in Betrieb befindlichen Kraftwerks abgeschaltet werden muss, wird voraussichtlich - zum ersten Mal seit 44 Jahren - die vollständige Abschaltung des Kernkraftwerks Paks erfolgen", sagte der Premier.
Damit trete ein, was sich viele nicht einmal vorstellen konnten und was auch die Betreiber und Planer des Kraftwerks noch in den vergangenen Jahren für ausgeschlossen gehalten hatten, sagte er. "Aufgrund des beispiellosen, rekordtiefen Wasserstands der Donau wird die Stromerzeugung in Paks vorübergehend vollständig eingestellt."
Aufruf zum Stromsparen
Premierminister Magyar hatte bereits in den vergangenen Tagen große Unternehmen, die öffentliche Verwaltung und die privaten Haushalte aufgefordert, den Stromverbrauch in den Abendstunden deutlich zu verringern. Sollten sich die Industrieunternehmen nicht daran halten, könnten die Firmen vorübergehend vom Netz genommen werden.
Diese Appelle scheinen befolgt worden zu sein. "Wir sind allen dankbar, die ihre eigenen Annehmlichkeiten oder sogar die Rentabilität ihres Unternehmens zurückgestellt haben und erkannt haben, dass wir diese beispiellose Energiekrise nur gemeinsam erfolgreich bewältigen können", sagte Magyar nun im Video.
Kein Güterverkehr zwischen 17 und 22 Uhr
Einkaufszentren sollten ihre Klimaanlagen drosseln, Städte und Kommunen sowie Kirchen sollten ihre dekorative Beleuchtung in den kommenden Tagen abschalten.
Der Premier kündigte zudem an, dass ab Montag der Güterverkehr auf der Schiene in der kritischsten Zeit, zwischen 17 und 22 Uhr, eingestellt werde. Damit würden der Energiebedarf der Bahn gesenkt und zusätzliche Reserven geschaffen.
Stefan Krauter
Nach Frankreich, Rumänien und Ungarn, fährt jetzt auch die Schweiz Atomkraftwerke herunter.