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Donnerstag, 16. Juli 2026

„Natürliche Infrastruktur“: Bundesweit verschlechtert sich die Arbeitsfähigkeit der Natur

 Deutschlandfunk hier  15.07.2026

Nabu-Studie: Leistungsfähigkeit der Natur in Deutschland nimmt ab

Das ist das Ergebnis einer Studie des Econics-Instituts zusammen mit dem Naturschutzbund Deutschland. 

Dafür wurden 
  • die Spätsommergrünheit, 
  • der Jahresniederschlag und 
  • die Oberflächentemperaturen an heißen Tagen
innerhalb eines Fünfjahreszeitraums berechnet und auf einer Karte abgebildet. 

Dienstag, 5. Mai 2026

Win-Win-Situation für Mensch und Natur

 NABU hier

Mähfreier Mai für mehr Artenvielfalt im Garten

Im Frühling erwacht die Natur zu neuem Leben - Blumen blühen, Vögel zwitschern und Insekten schwirren durch die Luft. Die Aktion "Mähfreier Mai" erinnert Gartenbesitzende daran, dieses lebendige Treiben durch möglichst wenig Mäharbeiten zu erhalten.

Samstag, 2. Mai 2026

Wiederherstellungsplan für die Natur - Beteiligungsphase gestartet

 NABU e.V./  LinkedIn

Deutschland hat erstmals einen nationalen Wiederherstellungsplan für die Natur vorgelegt, zumindest als Entwurf. 

Dieser Plan soll zeigen, wie geschädigte Ökosysteme wie Moore, Wälder, Agrarlandschaften und Städte Schritt für Schritt wieder in einen besseren Zustand gebracht werden können.

 Der Plan ist ein wichtiger erster Schritt, hat aber noch klare Schwächen. Er geht vielerorts davon aus, dass bestehende Maßnahmen ausreichen, ohne ehrlich zu prüfen, ob die Ziele damit wirklich erreicht werden können. Oft bleibt unklar, wer konkret was, wann und wo umsetzt. Gerade für FFH-Gebiete und Agrarökosysteme fehlt damit Transparenz und Verbindlichkeit.

Dienstag, 30. Dezember 2025

Und der „Dinosaurier des Jahres“ geht an Baden-Württembergs Agrarminister Peter Hauk - Grund: Arbeitsverweigerung und Sabotage

Besonders peinlich finde ich den Vorgang tatsächlich für Baden-Württemberg - es ist nicht das erste Mal, dass sich ein CDU-Ministerium eigenmächtig über die Koalitionsvereinbarungen hinwegsetzt, die bei unterschiedlichen Meinungen der Partner eine Enthaltung nahelegen. (siehe dazu den §13b, der gegen Europarecht verstieß) Haug setzt sich dagegen an die Spitze... Warum darf er das ungestraft tun?

NABU e.V.  LinkedIn

Unser diesjähriger Negativpreis „Dinosaurier des Jahres“ geht an die uniongeführten Landesagrarministerien – stellvertretend an Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk. 

Grund: die Blockadehaltung gegenüber der EU-Verordnung zur Wiederherstellung zerstörter Ökosysteme .

Dienstag, 5. November 2024

Samstag, 13. Januar 2024

NABU: Neue Agrarpolitik jetzt

  NABU  hier



Wer wichtige Aufgaben immer vor sich herschiebt, lähmt sich am Ende selbst.
So auch in der Agrarpolitik. Borchert-Kommission, Zukunftskommission Landwirtschaft und weitere Gremien haben unzählige Vorschläge für sozial gerechte und naturverträgliche Reformen gemacht. Umgesetzt hat die Politik wenig bis gar nichts – weder in Berlin noch in Brüssel.

Stattdessen befeuern gigantische EU-Subventionen eine Intensivierung der Landwirtschaft zu Lasten von Umwelt und kleineren Betrieben.
In dieser Gemengelage sorgt nun das Abschmelzen einer Gießkannen-Dieselsubvention für massive Proteste. Dabei wollen viele Landwirt*innen eine Agrarpolitik, die sie nachhaltig produzieren lässt. Mit ihnen und einem breiten Bündnis gehen wir am Samstag, 20.1., in Berlin auf die Straße. Sind Sie dabei?  hier

Mittwoch, 31. Mai 2023

Eine einmalige Chance für die bedrohte Natur in Deutschland und ganz Europa steht auf der Kippe

 Ich bitte Sie um Ihre Unterstützung,

um das geplante EU-Renaturierungsgesetz zu retten.

hier  bitte unterschreiben!

Lange haben wir als NABU dafür gekämpft: Das wichtigste Naturschutzgesetz seit Jahrzehnten steht kurz vor dem Abschluss. Doch jetzt drohen Lobbykräfte es auf den letzten Metern zu stoppen. Das dürfen wir nicht zulassen! Ich bitte Sie, sich nur zwei Minuten Zeit zu nehmen und noch heute unseren Appell an die deutschen EU-Abgeordneten und unsere Regierungsvertreter zu unterschreiben.

Montag, 9. Januar 2023

Naturschutztage 2023: Gemeinsames Faktenpapier von NABU und BUND Baden-Württemberg

05.01.2023 Faktenpapier für die Naturschutztage 

Biodiversitätskrise, Klimakrise und Flächenverbrauch – was hat das mit unseren Streuobstwiesen zu tun?

Der Flächenverbrauch betrifft uns alle massiv, ist aber für viele schwer greifbar. Die aktuelle Lage, die damit zusammenhängenden Probleme und ihre Auswirkungen wollen wir am Beispiel der Streuobstwiesen verdeutlichen.

Streuobstwiesen und Flächenverbrauch:

• Auf Streuobstwiesen leben mehr als 5.000 Arten. Davon sind viele streng geschützt und bedroht, etwa Fledermäuse oder Vögel wie Halsbandschnäpper, Wendehals und Steinkauz.

• Baden-Württemberg hat eine besondere Verantwortung für den Erhalt, denn nirgendwo sonst kommen so viele Streuobstwiesen vor: Im Land stehen 7,1 Millionen Bäume (Stand 2015, Landesweite Streuobsterfassung Baden-Württemberg, Prof. Dr. Klaus Schmieder, Universität Hohenheim).

• In Streuobstwiesen sind im Boden und im Baumbestand bis zu 220 Tonnen Kohlenstoff je Hektar (je nach Standort und Landschaftstyp) gespeichert (hier). Jedes Jahr nehmen sie zwischen 2,4 und 12,5 Tonnen CO₂ pro Hektar auf. Sie sind damit eine wichtige CO₂-Senke (hier).
Versiegelte Böden können diese Aufgaben nicht mehr erfüllen. 

• Der tägliche Flächenverbrauch lag 2021 mit 6,2 Hektar pro Tag in Baden-Württemberg immer noch über dem landespolitischen Zielwert von unter 3 Hektar pro Tag.
Damit nahm er im Vergleich zum Vorjahr (5,4) erneut zu und lag damit über dem Durchschnittswert der letzten fünf Jahre von rund 5,8 Hektar.
527 954 Hektar oder 14,8 Prozent des gesamten Landes waren somit zuletzt mit Siedlungs- und Verkehrsflächen bedeckt.
Im Jahr 2000 waren es noch 13,2 Prozent – eine Zunahme 
von mehr als 55.000 Hektar in den letzten 21 Jahren (hier). Das Fatale ist dabei: Seit 1970 hat die Bevölkerung in Baden-Württemberg um 24 % zugenommen, die Siedlungsfläche aber um 100 %. Zwei Generationen haben so viel neue Siedlungsfläche konsumiert, wie 80 Generationen vor ihnen seit Beginn unserer Zeitrechnung.

• Viele Flächen verschwinden unter Teer und Beton. Eine riesige Klimasünde, denn der Gebäudesektor ist für rund 40 % aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Dabei ist der durch die Bautätigkeit freigesetzte, vorher im Boden gebundene Kohlenstoff noch nicht eingerechnet. Diese Mengen sind jedoch erheblich: ein Hektar Grünland speichert mehr als 180 Tonnen Kohlenstoff. Wird dieser freigesetzt, entsteht daraus die dreieinhalbfache Menge an CO2, also etwa 630 Tonnen (RegioConsult: Kurzstudie über Klimaschutzbeiträge zur Umweltverträglichkeitsprüfung von Bundesfernstraßen im Rahmen der Umsetzung der Bundesverkehrswegeplanung 2030, München 2022, S, 24).

• Der Flächenverbrauch und die Rodung von Streuobstwiesen tragen also sowohl zur Klimakrise als auch zur Biodiversitätskrise bei.


Rechtlicher Hintergrund:

• Die Landesregierung will laut Klimaschutzgesetz bis 2040 klimaneutral werden.

• Laut Koalitionsvertrag soll bis 2035 die Netto-Null beim Flächenverbrauch erreicht sein.

• Als Reaktion auf das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ hat die Landesregierung 2020 das Biodiversitätsstärkungsgesetz (Biodiv-Gesetz) verabschiedet. Ein zentraler Punkt darin ist mit § 33a Naturschutzgesetz (NatschG) der bessere Schutz von Streuobstwiesen, deren Rodung nur in Ausnahmefällen genehmigt werden darf.


Aktuelle Situation:

Bislang sind bis auf eine Diskussionsveranstaltung noch keine ernsthaften Schritte der Landesregierung erkennbar, um die Netto-Null bis 2035 zu erreichen.

Der Streuobstwiesenschutz scheint wirkungslos zu sein: Die Genehmigung von Rodungen durch die Landratsämter ist die Regel und nicht die gesetzlich gewünschte Ausnahme.

Allein im Zeitraum von März 2021 bis Februar 2022 wurden 54 Rodungsanträge für eine Gesamtfläche von mehr als 30 Hektar gestellt, von denen nur zwei abgelehnt wurden (NABU Baden-Württemberg, 2022):

NABU und BUND haben deshalb gegen nahezu sämtliche Rodungsgenehmigungen Widerspruch eingelegt. Sie wollen erreichen, dass § 33a, wie von der Landesregierung initiiert, umgesetzt wird oder Gerichte klären, wie er umzusetzen ist.

• Die baden-württembergische Landesregierung muss den Schutz des Klimas und der Artenvielfalt ernst nehmen. Weniger Flächenverbrauch ist ein zentraler Beitrag dafür.

• Die Landratsämter müssen § 33a LNatschG beachten und Streuobstwiesen schützen, statt sie der Bauwut der Kommunen zu opfern. Wenn das nicht gelingt, muss § 33a nachgeschärft werden.

• Die Umweltverbände erwarten, dass die Netto-Null bis 2035 beim Flächenverbrauch im Landesplanungsgesetz gesetzlich festgelegt wird.

Samstag, 24. Dezember 2022

Diskussionsveranstaltung vormerken – Naturverträgliche Neuausrichtung des Bundesverkehrswegeplans (BVWP)

Eine andere Bundesverkehrswegeplanung ist möglich. Wie der BVWP zukünftig klima- und naturverträglicher gestaltet werden kann möchten wir mit hochrangigen Gästen diskutieren.

Wird der aktuelle Bundesverkehrswegeplan 2030 unverändert umgesetzt, werden bis zum Jahr 2030 zahllose weitere Straßen gebaut, unter anderem 850 zusätzliche Autobahnkilometer. Der weitere Ausbau des Straßennetzes wird mehr Verkehr verursachen, Flächen verbrauchen und Naturräume zerschneiden und zerstören. 

Angesichts der Klimakrise und der Biodiversitätskrise, brauchen wir dringend die Mobilitätswende. Auch weil im Verkehr, anders als in anderen Sektoren, die Emissionen noch immer nicht sinken. Der Bundesverkehrswegeplan legt mit der Verkehrsinfrastruktur für viele Jahre fest, wie Mobilität gestaltet wird. Er muss so umgestaltet und neu priorisiert werden, dass er den Weg in eine naturverträgliche und klimaneutrale Zukunft weist. Aus Sicht von BUND und NABU ist es damit unausweichlich, dass bei der anstehenden Bedarfsplanüberprüfung  deutliche Anpassungen vorgenommen werden, damit der Bundesverkehrswegeplan die Mobilitätswende unterstützt und nicht das System Auto weiter festigt.

Montag, 14. November 2022

„Radikale sind nicht Protestierende“: Umweltverbände warnen vor Kriminalisierung von Klimaaktivisten

 Tagesspiegel  hier  14.11.22  von dpa

Statt über Klimaschutz zu diskutieren, würden Debatten über härtere Strafen für Aktivisten geführt, beklagen die Verbände. Präventivstrafen lehnen sie ab.

Umweltverbände haben in der Debatte um den Umgang mit Klimaprotesten vor einer Kriminalisierung von Aktivisten gewarnt. Von der Bundesregierung forderten sie die Einhaltung der Klimaziele.

„Statt über realen Klimaschutz zu diskutieren, wird öffentlich eine aggressive Debatte über verschiedene Formen von Klimaprotesten geführt“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von BUND, Campact, DNR, Germanwatch, Greenpeace, Nabu und WWF, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Diese Situation sei „absurd“.

In den vergangenen Wochen hatten Klimademonstranten in Deutschland und anderen europäischen Ländern unter anderem Straßen blockiert und sich dort oder an Gemälden festgeklebt sowie Kunstwerke mit Lebensmitteln bespritzt, ohne sie jedoch zu beschädigen. Die Aktivisten wollen damit ihrer Forderung nach einer entschiedeneren Bekämpfung des Klimawandels Nachdruck verleihen.

Die Debatte werde angetrieben von Politikern der Union, FDP und AfD, so die Umweltverbände. Vor wenigen Jahren habe die Union Straßenblockaden von Landwirten noch gutgeheißen. Jetzt hingegen wolle sie für die Straßenblockaden von Klimaaktivisten „Sondergesetze und Präventivhaft“ schaffen. Man stelle sich gegen die Versuche, das Eintreten gegen die Klimakrise und legitime Protestformen wie gewaltfreien zivilen Ungehorsam pauschal zu kriminalisieren, hieß es.

Söder wirbt für Präventivstrafen

Anfang November waren mehrere Menschen, die sich bei Klimaprotesten in der Münchner Innenstadt auf der Straße festgeklebt hatten, in Gewahrsam genommen worden. Die Möglichkeit dafür bietet das bayerische Polizeiaufgabengesetz. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warb am Wochenende für dieses Vorgehen. Sein Parteikollege, CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, hatte zuvor Klimaaktivisten mit den Linksterroristen der RAF verglichen.

Protest der „Letzten Generation“ Wie gefährlich sind die Klimablockaden?

Die Umweltverbände erklärten: „Die Radikalen sind nicht die Protestierenden. Es sind jene, die den Verpflichtungen zum Klimaschutz nicht nachkommen.“ Es sei an der Zeit, über wirksamen Klimaschutz zu diskutieren, statt besorgte Bürger zu diffamieren.

Der Expertenrat für Klimafragen der Bundesregierung hatte Anfang November festgestellt, dass Deutschland die Klimaziele für 2030 voraussichtlich deutlich verfehlen wird. (dpa)