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Donnerstag, 15. Januar 2026

Heizungsgesetz vor Reform – doch der Markt hat schon entschieden

 T-Online hier  Amy Walker  am 15.01.2026

Wärmepumpen-Trend
Die Bundesregierung will bis Februar ein neues Gebäudeenergiegesetz ausarbeiten. Doch auch ohne neues Gesetz kommt die Wärmewende wohl in Schwung.

Noch vor wenigen Jahren galt die Gasheizung als Standardheizung für jedes Gebäude. Seit der Gaskrise und den zunehmenden Risiken, die mit fossilen Brennstoffen in Verbindung gebracht werden, suchen viele Eigentümer nun doch nach Alternativen. Gemessen an den Verkaufszahlen liegt derzeit die Wärmepumpe vorn: 2025 wurden mit 284.000 erstmals mehr dieser Anlagen verkauft als Gasheizungen, die 230.000-mal verkauft wurden.

Montag, 20. Oktober 2025

Stillstand entsteht nicht, weil Fortschritt unmöglich wäre, sondern weil er nicht zugelassen wird

 Fururezone hier  von Philipp Rall  20.10.2025 

Deutschlands teuerster Fehler? Nobelpreis-Trio fordert Zerstörung des Status quo – mit Folgen für Haushalte

Lange Zeit galt Erdgas als Grundpfeiler des deutschen Wohlstands. Doch nun stellen drei Nobelpreisträger infrage, ob dieses Erfolgsmodell überhaupt noch eine Zukunft hat.

Als die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften den Wirtschaftsnobelpreis 2025 verkündete, wirkte die Meldung auf den ersten Blick abstrakt: Drei Forscher werden für ihre Arbeiten zu Innovation und Wachstum geehrt. Doch hinter dieser Entscheidung steckt ein klarer Fahrplan – einer, der Deutschlands Energiezukunft unmittelbar berührt und Auswirkungen auf jeden Haushalt hat, der noch mit Erdgas heizt.

Erdgas am Wendepunkt: Vom Sicherheitsanker zum Risiko
Philippe Aghion und Peter Howitt haben das Prinzip der „schöpferischen Zerstörung“ in den 1990er-Jahren weiterentwickelt, das ursprünglich von Joseph Schumpeter stammt. Joel Mokyr lieferte den historischen Beweis: 

Gesellschaften wachsen nur dann, wenn sie veraltete Technologien durch neue ersetzen –
und verstehen, warum Innovation funktioniert,
nicht nur dass sie funktioniert.

Freitag, 10. Januar 2025

Wärmepumpen-Lügen entlarvt: In diesen Punkten irrt die CDU

  Futurezone  hier  von Philipp Rall  8.01.2025

Wärmepumpen nutzen Umweltwärme zum Heizen und sind effizienter als fossile Systeme. Die Technik funktioniert auch in Altbauten und rechnet sich dank Förderung und niedriger Betriebskosten.

In der intensiven Diskussion über die Energiewende in Deutschland haben Wärmepumpen sowohl als zentrale Technologie als auch als politisches Streitthema an Bedeutung gewonnen. Führende Politiker der Christlich Demokratischen Union (CDU), darunter Friedrich Merz und Jens Spahn, äußern sich kritisch gegenüber einem flächendeckenden Einsatz dieser Technologie. Ihrer Ansicht nach seien Wärmepumpen ineffizient, zu kostenintensiv und ungeeignet für ältere Gebäude. Allerdings basieren diese Behauptungen auf Fehlinformationen und überzogenen Darstellungen.

Samstag, 4. Januar 2025

Boom der Großwärmepumpen in Seen und Flüssen

 Südkurier hier  02. Januar 2025  Walther Rosenberger

Rettet der Bodensee die Energiewende? Immer mehr Gemeinden planen, Seewasser fürs Heizen zu nutzen

Deutschland und die Schweiz wollen den Bodensee nutzen, um Zehntausenden Bürgern klimaneutrale Wärme zur Verfügung zu stellen. Erste Projekte gibt es bereits. Wie groß ist das Potenzial?

Montag, 9. Dezember 2024

"Die Anfänge des Heizungsgesetzes waren kommunikativ schlecht, aber inzwischen hat sich viel getan, und wir sind längst in der Phase der Wärmeplanung"

 hier  Zeit   6. Dezember 2024   Quelle: ZEIT ONLINE, AFP, rl

Heizungsgesetz: Städtetag und Handwerk warnen vor Kehrtwende bei Heizungsgesetz

Unionskanzlerkandidat Merz hatte angekündigt, das umstrittene Heizungsgesetz "zu korrigieren". Die Bauindustrie begrüßt das, der Städtetag fordert Planungssicherheit.

Samstag, 30. November 2024

Wirtschaftlicher Betrieb von Wärmepumpen auch ohne /schon mit einfachen Sanierungsmaßnahmen am Gebäude möglich

 aus Hamburg stammt folgendes Gutachten hier   

"Präzisierung der Niedertemperaturfähigkeit der Gebäudehülle von Bestandsgebäuden beim Einsatz von Wärmepumpen"
Dieses Gutachten ist auch für andere Regionen aussagekräftig und eröffnet anhand der Erkenntnisse neue Möglichkeiten, die energetische Sanierung des Gebäudebestandes künftig deutlich effizienter und kostengünstiger und damit sozialverträglicher umzusetzen.

hier  Homepage Stadt Hamburg

Wärmepumpen: Neues Gutachten zeigt, Einbau lohnt sich schon vor energetischer Sanierung

Unter bestimmten Voraussetzungen können auch unsanierte Bestandsgebäude effizient mit einer Wärmepumpe beheizt werden, die energetische Sanierung kann bei Bedarf nachträglich stattfinden.

Genos­sen­­schaft schafft ein ganz neues Nahwärmenetz-Konzept

  hier  26.04.2024 / Guido Bröer 

Energiegenossenschaft speichert Solarwärme

Im hessischen 900-Einwohner-Dorf Bracht entsteht ein bislang einzigartiges genossenschaftliches Wärmenetz. Es soll über das gesamte Jahr zu 70 Prozent mit Solarenergie versorgt werden. Möglich macht dies ein großer Erdbecken-Wärmepeicher.

Sonntag, 24. November 2024

„Die Wärmepumpe ist eine ziemlich geniale Erfindung und super fürs Klima. Punkt.“

 Utopia hier  Von Annika Flatley  22. November 2024

Teure Heizung für reiche Ökos? Das sagen die „Science Cops“ zur Wärmepumpe


Die Wärmepumpe bei "Quarks Science Cops": (es gibt) Keine sinnvolle Alternative“

Um die Wärmepumpe wurde in der Politik lange erbittert gestritten, noch immer sind viele Menschen skeptisch. Zu Recht? Der Wissenschafts-Podcast „Quarks Science Cops“ kommt zu einer klaren Einschätzung.


Dienstag, 29. Oktober 2024

Was Deutschland von Bayerns Wärmestrategie lernen kann: Wie man es nicht machen sollte

 WiWo hier  KOMMENTAR von Felix Petruschke  24.10.2024


Die Bürger nicht überfordern, neben Wärmepumpen auch Holz, Wasserstoff und Methan fördern: Ist Hubert Aiwangers Vorschlag der richtige? Ein Kommentar.



Freitag, 30. August 2024

Ab sofort können alle Woh­nungs­- und Haus­be­sit­ze­r:in­nen die Förderung für Wärmepumpen beantragen

 TAZ hier

Förderung klimafreundlicher Heizungen: Neuer Antragsschub erwartet

Die Zahl der Anträge für Zuschüsse beim Einbau klimafreundlicher Heizungen zieht an. Ab sofort sind alle Ei­gen­tü­me­r:in­nen förderberechtigt.


Sonntag, 28. Juli 2024

Solardorf Bracht: Wie ein Dorf in die Zukunft springt

 hier Von Susanne Mayer   Veröffentlicht bereits am 13.12.23

Energiewende in Eigenregie

Solardorf Bracht: Wie ein Dorf in die Zukunft springt

Der Rauschenberger Ortsteil Bracht will schon bald Hessens erstes Solardorf sein. Mit einem besonderen Wärmespeicherprojekt meistern die Einwohner die Energiewende in Eigenregie - und hängen andere Städte und Gemeinden in Sachen Klimaschutz ab.

Donnerstag, 14. März 2024

Frage der Auslastung: Photovoltaikanlagen: Stromspeicher nicht zu groß auslegen

Darüber wurde auch beim Energiestammtisch diskutiert! Es lohnt sich auf jeden Fall mal vorbei zu schauen.

NTV hier

Wer ein Speichersystem zur Photovoltaikanlage hat, kann Teile des selbst erzeugten Sonnenstroms auch nachts verbrauchen. Doch bei den Speicherkapazitäten gilt: Größer ist nicht immer besser.

Ein Stromspeicher kann eine sinnvolle Ergänzung zu einer Photovoltaikanlage seinMit einem solchen Speicher lässt sich der Anteil des selbst erzeugten Stroms, der für den eigenen Verbrauch genutzt werden kann, merklich steigern. Darauf weist die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in ihrem Faktencheck "Die richtige Speichergröße" hin.

Der Batteriespeicher kann überschüssigen Strom, der am Tag auf dem Dach erzeugt wurde, aufnehmen. Besteht nachts oder in der Dämmerung mehr Strombedarf als die PV-Anlage liefern kann, lässt sich der auf dem Dach erzeugte Strom durch das Entladen des Speichers zeitversetzt nutzen.

Faustregel für Speicherkapazität

Zu groß sollten Stromspeicher in Privathaushalten aber nicht ausgelegt werden, so die Verbraucherschützer. Demnach kann man sich an folgender Faustregel orientieren: etwa 1 kWh Speicherkapazität je 1000 kWh Haushaltsstromverbrauch. Speicher, die deutlich größer sind, könnten hingegen nur noch schlecht ausgelastet werden und brächten somit kaum Zusatznutzen.

Samstag, 6. Januar 2024

Gebäudeenergiegesetz: Die erste Runde geht an die Gaslobby

 hier  Freitag  Ausgabe 26/2023  Jörg Staude

Wärmewende:  Mit Habecks Heizungsgesetz drohten den Gasnetzbetreibern Milliardenverluste. Doch ihre Lobby wehrte sich

Spätestens im April dieses Jahres muss der deutschen Gasbranche siedend heiß klar geworden sein: Mit dem sogenannten Heizungsgesetz meinte es das Wirtschaftsministerium bitterernst. Im April amtierte nicht nur Staatssekretär Patrick Graichen noch. Mitte des Monats legte auch Agora Energiewende – der Thinktank, bei dem Graichen ein Jahrzehnt das Sagen hatte – eine Studie vor, die dem deutschen Gasnetz das Lebenslicht auszublasen drohte.

Samstag, 26. August 2023

Vorreiter MEERSBURG: Wärmenetz wird Wirklichkeit

 hier im Südkurier 24.08.2023

Die Stadt Meersburg und das Stadtwerk am See sind gleichberechtigte Partner einer zu gründenden Seewärme Meersburg GmbH. Etwa 8,41 Millionen Euro an Investitionskosten fallen für die neue Gesellschaft an – Fördermittel bereits eingeschlossen. Ziel ist es, sukzessive öffentliche Gebäude, Unternehmen und rund 150 Wohnhäuser am Bodenseeufer und in der seenahen Kernstadt anzuschließen. Fest eingeplant ist auch die Therme.

Montag, 3. Juli 2023

 


So wird das Heizen cool

Die Wärmeplanung in Salem ist erstellt - jetzt geht es um die Umsetzung. Beim Lesen diese Artikels kriegt man Lust auf die Wende - eine Blaupause für Salem

Frankfurter Rundschau hier  02.07.2023, Von Joachim Wille.

Steinheim an der Murr zeigt, wie es laufen kann, wenn ein Wille da ist: Die Kleinstadt bei Stuttgart stellt ein ganzes Quartier auf ein Niedertemperatur-Netz um. 

Bei der Wärmewende kommt es nun auf die Kommunen an. Mit neuen Niedertemperatur-Netzen können sie das Klima schützen – und gleichzeitig die Bürgerinnen und Bürger entlasten. 

Cooler Heizen – das erscheint ein Widerspruch. Doch nachdem die Ampel-Bundesregierung sich endlich auf ein Konzept für den klimafreundlichen Umbau der Wärmeversorgung geeinigt hat, könnten in der Tat sogenannte Niedertemperatur-Wärmenetze für viele Haushalte in Deutschland die Lösung sein. Dabei werden Häuser, in denen bisher eine Erdgas- oder Erdölheizung läuft, an ein gemeinsames neues Netz angeschlossen, welches ganz oder zu hohen Anteilen mit Öko-Energien betrieben wird. Der Clou dabei: Das Temperaturniveau ist relativ niedrig ausgelegt, trotzdem wird es in den Häusern angenehm warm. Und: Die Hausbesitzer:innen kommen günstiger weg, als wenn sie selbst in eine Wärmepumpe oder Pelletsheizung investieren müssen.

Das Heiz-Hämmerchen: Die Ampel verschiebt die echte Wärmewende um Jahre

 Frankfurter Rundschau hier   03.07.2023, Von: Joachim Wille

Das neue Gesetz der Ampelkoalition ist ein Beispiel misslungener Regierungskunst bei einem der wichtigsten Zukunftsthemen. Eine Analyse.

Wenn es überhaupt je einen „Heizhammer“ gab, jetzt ist klar: Aus dem Instrument der Ampel-Koalition ist ein Hämmerchen geworden, das eher in die Spielzeugkiste gehört als in den Werkzeugkasten. 

Das neue Gebäudeenergiegesetz von SPD, Grünen und FDP, das diese Woche im Bundestag beschlossen werden soll, verschiebt den konzentrierten Start der Wärmewende erneut um Jahre. Man kann nur hoffen, dass die in den vergangenen Monaten heißgelaufene Debatte über das Thema „Wie muss in Zukunft geheizt werden?“ viele Hausbesitzerinnen und -besitzer dazu bringt, auch ohne bessere Vorgaben die richtigen Entscheidungen für klimafreundliche Lösungen zu treffen.

Das Thema anzugehen, war längst überfällig. Die bisherigen Bundesregierungen haben den Klimaschutz und, wie jeder und jede spätestens seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs weiß, auch die Energiesicherheit im Gebäudesektor sträflich vernachlässigt.

Donnerstag, 22. Juni 2023

„Wärmepumpe wird sich durchsetzen“

 Auch hier ein herzliches Dankeschön an den Südkurier für die faire Berichterstattung

20.06.2023  hier  im Südkurier  Fragen: Michael Kerler

Herr Waning, nach hartem Ringen hat sich die Koalition auf einen Entwurf zum Gebäude-Energiegesetz geeinigt. Wie bewerten Sie den Kompromiss?

Der Kompromiss der Koalition ist höchst ärgerlich. Er bietet noch keine verlässlichen Rahmenbedingungen für den Hochlauf der Wärmepumpe, den die Politik von der Industrie und vom Handwerk gefordert hat. Auf dem letzten Wärmepumpen-Gipfel ist vereinbart worden, dass ab dem Jahr 2024 pro Jahr 500 000 neue Wärmepumpen geliefert und installiert werden können, damit das Ziel eines klimaneutralen Landes bis 2045 erreicht werden kann. Jetzt wird der Prozess verlangsamt. Das ist ärgerlich für die Hersteller: Sie haben fünf Milliarden Euro in Werkshallen, Maschinen, Schulungen und Produkte investiert.

Mittwoch, 21. Juni 2023

Einstimmiger Beschuß zur Wärmewende in Salem

Am 20.6.23 stand die Kommunale Wärmeplanung von Salem auf der Tagesordnung des Gemeinderates.

Salem hatte diese Planung freiwillig in Auftrag gegeben und großzügige Zuschüsse von Baden-Württemberg erhalten. (80%)
Mit der Abschlußveranstaltung am 4.7.23 endet die Beauftragung der EGS Plan.

links: Grafik des Status Quo 2020

Alle Fraktionen waren sich einig, dass es von großem Vorteil sei, nun auf die große Datenbasis der Grundlagenerhebung zurück greifen zu können. Bei den 5 "Zielfotos" war man sich jedoch noch nicht so recht einig.

Stephanie Straßer fasste das Unbehagen beim "Zielfoto Neue Mitte" in konkrete Worte: "Als ich das gelesen habe, hab ich erst mal nicht gewußt ob ich lachen oder weinen sollte". Schließlich ist die Neue Mitte gerade erst fertig gestellt worden (2019). Und wir befassen uns schon wieder mit der Transformation des Gebietes, unter sehr großem Geldeinsatz der Gemeinde.