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Dienstag, 20. Oktober 2026

Es scheint, es geht nicht um Freiheit, nicht um Demokratie, nicht um Gerechtigkeit, nicht um organisierte Kriminalität, nicht um Rassismus und auch nicht um Antisemitismus.

 

Kalle Pipoh / LinkedIn

Totalitäre Kapitalisten und die Freiheit

Während über das Erstarken der AfD geschwiegen wird, läuft das bürgerliche Lager Sturm gegen linke Regierungsoptionen. 

Zeit, mit den Mythen aufzuräumen und über die wirkliche Bedrohung für unsere Freiheit zu sprechen: einen entfesselten, totalitären Kapitalismus.

Dienstag, 22. September 2026

Es geht um die Frage, wer welchen Anteil an den Kosten des gesellschaftlichen Umbaus trägt

 Thomas Reinsch LinkedIn

Merz hat die Wahlniederlagen verstanden – aber nicht ihre Botschaft

Friedrich Merz hat die Wahlniederlagen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin eingeräumt. Er hat sie offenbar nur nicht verstanden.

Denn seine Konsequenz lautet nicht, den eingeschlagenen Reformkurs zu überprüfen. Im Gegenteil - die Reformen müssten jetzt schneller, entschlossener und konsequenter umgesetzt werden. Ein Zurück könne es nicht geben.

Sonntag, 23. August 2026

Klimakrise ist mehr als Rhetorik. Das sollte sogar Friedrich Merz begreifen

 Welch ein trauriger Auftakt des wieder aufgetauchten  Kanzlers: Man glaubt ihm rein gar nichts mehr.

Das eigentliche Problem ist immer wieder, dass Merz und seine Partei die Tragweite der "grünen" Klimaproblematik einfach nicht verstehen können. Er denkt, mal vorne hin stehen und paar Sätze sagen - wutsch Problem gelöst, ab zum nächsten Punkt. Dabei hat er noch nicht mal an der Oberfläche gekratzt und weiß rein gar nichts über das Thema. 

Ist ihm ja auch egal, er braucht diesen grünen "Quatsch " doch nicht, der große Wirtschaftskenner.
Blöd nur, dass sich immer mehr zeigt, dass seine viel beschworene Wirtschaftskompetenz auf Sand gebaut ist. Man kann immer mehr sehen, dass Wirtschaftskompetenz nur dann gegeben sein kann, wenn man gleichzeitig in der Lage ist die planetaren Grenzen  und die gegebenen Sicherheitsbedingungen wahr zu nehmen. Ein weiterer Blickwinkel also, als ihn Merz je haben wird.


Martin Jendrischik

„Wir werden alles tun, um den Klimawandel zurückzudrängen"

Bundeskanzler Merz hat am Samstag in Hürtgenwald Einsatzkräften gedankt, die den bislang schwersten Waldbrand in der Geschichte des Bundeslandes erfolgreich bekämpft haben. Neben dem Dank betonte Merz: „Das ist der Klimawandel", und wandte sich ausdrücklich an Klimawandel-Leugner. Doch weitere Worte lassen erahnen: Es ist weiterhin in erster Linie Rhetorik.

Montag, 10. August 2026

Die Flut von damals ist die Dürre von heute

 


Kolumne: Das Altpapier am 7. August 2026 hier  von Antonia Groß

Flächendeckender Wassermangel und zu viele Hitzetote: Die Effekte des Klimawandels sind in diesem Sommer offensichtlich. Große Medien und rechte Plattformen aber haben ihre jeweils eigenen Verleugnungs-Muster. Heute kommentiert Antonia Groß die Berichterstattung.

Neuer Verkehrsminister Bilger: "Am Wetter können wir nichts ändern"

 Der Begriff "Wetter" mutiert zum neuesten Kampf-Narrativ der CDU - Hauptsache man muss den Begriff  Klimawandel nicht in den Mund nehmen! Und damit - womöglich - auch noch den Grünen einen Punkt überlassen, siehe Wiebke Winter ganz am Ende. 

Lieber Nebelkerzen zünden....Wenigstens solange das halt noch funktioniert - und dann?  

Wer will schon so weit vor raus denken, das ist ganz schön anstrengend! Und dann auch noch die vielen Fakten und Hintergründe bedenken..... Lieber ganz schnell irgendwas machen, was für die Bevölkerung nach Lösung aussehen könnte - Wählerstimmen sichern halt. Geld spielt bekanntlich keine Rolle.
Also sorry: Ich fühle mich bei Herrn Bilger  nicht in guten Händen aufgehoben...


Ferhat Kacmaz /SPIEGEL-Bestseller-Autor  / LinkedIn

Der Rhein steht am Pegel Kaub bei 17 bis 19 Zentimetern – unter dem bisherigen Rekordtief von 2018. 

Das klingt nach Wetterbericht, ist aber Industriepolitik

Frachter fahren mit rund einem Fünftel ihrer Ladung, die Kosten pro transportierter Tonne haben sich verdrei- bis vervierfacht, und Chemie, Stahl und Kraftwerke bekommen ihre Rohstoffe nur noch tröpfchenweise. 

Deutschland debattiert über KI, Rechenzentren und Standortqualität – und scheitert währenddessen an einer Fahrrinne, deren Vertiefung am Mittelrhein seit 2018 angekündigt ist. (Anmerkung: ob das die tatsächliche Lösung sein könnte siehe unten) Ausweichen auf Bahn oder Lkw funktioniert nicht, weil dort die Kapazität ebenfalls fehlt. Wer Infrastruktur als Kostenposten behandelt statt als Produktionsfaktor, bekommt die Rechnung eben nicht im Haushalt, sondern in der Fabrik.

Freitag, 24. Juli 2026

Hitzeschutzkonzept der Bundesregierung: stabil

  

Sven Wiechert / LinkedIn

Unvermögen oder Ignoranz?

Nächste Woche knackt Deutschland wieder die 30-Grad-Marke.

Extremwetter ist längst kein „Sommerwetter“ mehr, sondern eine reale Bedrohung für unsere Wirtschaft, die Infrastruktur und die Gesundheit von Millionen Menschen. Das RKI schätzte allein bis Ende Juni über 5.000 hitzebedingte Todesfälle in Deutschland. 5.000 Todesfälle!

Wer die Klimakrise weiterhin als bloße „Wetterentwicklung“ abtut oder beobachtet, ignoriert die ökonomischen und gesellschaftlichen Realitäten. 

Sonntag, 19. Juli 2026

Was sagt das über die Wirtschaftskompetenz der Regierung aus?

  Dr. Martin Bethke

Wenn man als Bundesregierung eine Rechnung über 38 Milliarden für mangelhaften Klimaschutz übersieht und gleichzeitig den Klimaschutz auch noch mehr abbaut ....

Deutschland hat sich in der EU verpflichtet, in Verkehr, Gebäuden, Landwirtschaft und Abfall pro Jahr eine bestimmte Menge CO₂ nicht zu überschreiten. Nur schafft Deutschland das Ziel aktuell nicht einzuhalten:

Samstag, 18. Juli 2026

Update: Reiche lässt Studie zu Wind und Solar verschwinden - Die Studie zeigt, dass der Ausbau auch unserer Region zugutekommen würde

 Update 18.7.26: jetzt auch im Südkurier angekommen!

SÜDKURIER  hier Von Benjamin Brumm | 17.07.26 -

Studie zeigt: Erneuerbare Energien könnten Millionen Euro in die Kassen der Kommunen spülen

36 Millionen Euro mehr könnten die Kreise in der SÜDKURIER-Region durch Erneuerbare einnehmen. Wirtschaftsministerin Reiche interessieren die Zahlen wenig.

Dienstag, 23. Juni 2026

431 Millionen Euro - So viel kostet ein einzelner Hitzetag die deutsche Wirtschaft

 

Peter Jelinek / LinkedIn

Die Talkshows müssten eigentlich voll mit dem Thema sein, denn wir erleben gerade 5-7 Tage durchgehende Hitze - und damit rund 2-3 Milliarden an Folgekosten. 

Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Klimaschutz oder Klimamaßnahmen spielen politisch gesehen kaum noch eine Rolle. Dabei ist die Grundlage schlichtweg allem, was in den nächsten Jahren und Jahrzehnten auf uns zukommt, ein effektiver Klimaschutz - und zwar aus vier einfachen Gründen.

Mittwoch, 3. Juni 2026

"Es ist eine Idee der EU, die möchte, dass mehr Bürger an der Energiewende teilnehmen

 

 


 Martin Wagner

Energy Sharing startet am 1. Juni 2026. Das ist im neuen § 42c EnWG festgelegt.

Damit wird es erstmals möglich, lokal erzeugten Solarstrom offiziell mit anderen über das öffentliche Netz zu teilen, ohne selbst zum Energieversorger zu werden.

Die größte Verunsicherung ist erst mal vom Tisch: Batteriespeicher-Privileg gilt bis 2029

  

Catiana Krapp /  Handelsblatt auf LinkedIn

Die Bundesnetzagentur stellt neue Regeln für Batteriespeicher vor. 

Die wichtigsten hat mir Klaus Müller schon vorab verraten. 


⚡️Bestandsspeicher zahlen weiterhin keine Netzentgelte

-> Bestand heißt: bis 4. August 2029 in Betrieb genommen + FID vor Inkrafttreten der neuen Regelung (was frühestens 2027 der Fall ist)

⚡️Heimspeicher bleiben auch in Zukunft von den Netzentgelten ausgenommen

⚡️ Dynamische Netzentgelte für Speicher gibt's erst irgendwann später (aktuell geplant zwischen 2030 und 2033).

Hoppla, der Bundesrat....

 



Jochen Vorländer / LinkedIn

GModG: die Bundesratsausschüsse haben (59 Seiten) vorgelegt

Die Empfehlungen zur 1066. Sitzung des Bundesrates am 12. Juni 2026 des Bundesrats zum

 „Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Gebäudeenergiegesetzes, zur Änderung des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetzes und zur Änderung weiterer Vorschriften im Wärmebereich“




Montag, 25. Mai 2026

Die Länder stellen sich geschlossen gegen zentrale Reformpläne der Bundesregierung zur Energiewende

Echt klasse, dass Frau Reiche immer solche Veranstaltungen verpasst, aber stets zuverlässig dort anzutreffen ist, wo es um neue AKW`s, Gas und Öl geht. 
Wo sieht sie eigentlich ihre Pflichttermine als deutsche Bundes-Ministerin, wie kommt sie auf die Idee, sie könne sich diese aussuchen?


Joachim Plesch / LinkedIn

Es ist offiziell bestätigt - Katherina Reiche ist krank

Ok, vielleicht nicht mit einer Wahrnehmungsstörung, wie so viele denken, aber zur Energieministerkonferenz war sie "erkrankt" und damit auch bloß keine auf blöde Gedanken kommt, hat sie nicht mal einen Vertreter hingeschickt.

Donnerstag, 21. Mai 2026

„Spiel mit dem sozialen Frieden“: das vollständige Fehlen jeder Abwägung

ES ist  wirklich kaum mehr  nachvollziehbar, was in den Köpfen der Verantwortlichen vorgeht.
Gerade eben kam die Studie der UNICEF heraus hier, die für Deutschland schon bedrückend genug ist, ohne dass noch mehr angehäuft wird. 

Daniel Mautz , / LinkedIn

Die Merz-Regierung spart bei Kindern, die sich nicht wehren können

Seit Dezember 2025 hat das Kanzleramt still und heimlich ein Sparpaket ausarbeiten lassen. Über 70 Maßnahmen, 8,6 Milliarden Euro Volumen im Sozialbereich. 

Das Papier war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Man kann sich denken, warum.

Sonntag, 17. Mai 2026

Klimapolitik: Wer kämpft hier noch fürs Klima? Die CDU verliert ihren profiliertesten Umweltpolitiker

  Petra Pinzler LinkedIn

Ach, diese Lücke! 

Nachdem in der vergangenen Woche der profilierteste Umweltpolitik der Union, Andreas Jung, die Bundespolitik verlassen hat, stellen sich zwei Fragen immer dringender:

1. Wird Klimaschutz eine Disziplin der Vergangenheit?

2. Und werden Klimapolitiker in Deutschland zur aussterbenden Spezies?

Mein Fazit aus dem ersten Jahr der Koalition ist: Die Hauptstadt Politik ist völlig aus dem Takt mit der Bevölkerung - weil die Spitzen-Politiker der große Koalition immer noch glauben, dass ihre Wähler die Energiewende als Belastung empfinden. 

Markus Söders größtes Problem ist nicht die Klimakatastrophe, sondern ein Schwabe, der kein Fleisch isst

Auch Kretschmann bekam sein Fett ab von Söder,  lange vor seiner legendären Bäume Umarmungsphase

Wer erinnert sich nicht gerne an diese Begebenheit zu Beginn der Kretschmann-Ära vor 15 Jahren?
Da rief  Söder allen  Wirtschaftsbetrieben in BW sinngemäß zu, sie könnten gerne im Nachbarland Bayern Asyl bekommen, wenn sie die Grüne Bevormundung nicht mehr ertragen würden....
Kretschmann erwähnte dieses Angebot mal staubtrocken im Nebensatz, bei einer Wahlkampfveranstaltung Jahre später: "Also meines Wissens ist keiner gegangen damals"

Daniel Mautz LinkedIn

Cem Özdemir ist als grüner Ministerpräsident in Baden-Württemberg vereidigt worden. 

Und Markus Söder? Der rasiert sich, trägt Krawatte und hat seinen Hashtag Hashtag#söderisst gelöscht. Weil die Lage jetzt ernst sei, sagt er.
Als wären Ukrainekrieg, Energiekrise, Inflation und Erderwärmung vorher ein Spaß gewesen, den man mit Burger-Selfies begleiten konnte.

Die CSU hat unter Söder die fünfte landesweite Wahl in Folge mit Verlusten abgeschlossen. Die Kommunalwahlen brachten ein historisches Tief.

Dienstag, 12. Mai 2026

Gewerbespeicher eröffnen die aktive Teilnahme am Strommarkt

 

Harald M. Depta 

2,2 Gigawattstunden neu installierte Batteriespeicherkapazität in einem einzigen Quartal – das ist kein Zufallsergebnis, sondern ein klares Marktsignal.

Laut der Datenplattform Battery Charts des ISEA der RWTH Aachen ist der deutsche Batteriespeichermarkt im ersten Quartal 2026 um rund 38 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen. 

Samstag, 2. Mai 2026

Wiederherstellungsplan für die Natur - Beteiligungsphase gestartet

 NABU e.V./  LinkedIn

Deutschland hat erstmals einen nationalen Wiederherstellungsplan für die Natur vorgelegt, zumindest als Entwurf. 

Dieser Plan soll zeigen, wie geschädigte Ökosysteme wie Moore, Wälder, Agrarlandschaften und Städte Schritt für Schritt wieder in einen besseren Zustand gebracht werden können.

 Der Plan ist ein wichtiger erster Schritt, hat aber noch klare Schwächen. Er geht vielerorts davon aus, dass bestehende Maßnahmen ausreichen, ohne ehrlich zu prüfen, ob die Ziele damit wirklich erreicht werden können. Oft bleibt unklar, wer konkret was, wann und wo umsetzt. Gerade für FFH-Gebiete und Agrarökosysteme fehlt damit Transparenz und Verbindlichkeit.

Montag, 27. April 2026

Strompreise sinken durch Erneuerbare

 

CCE Deutschland

Bis zu 23 % niedrigere Strompreise dank Erneuerbaren
und das schon bis 2030 

Eine neue Analyse von Aurora Energy Research im Auftrag von #AgoraEnergiewende zeigt klar: Der planmäßige Ausbau von Photovoltaik und Windkraft senkt die Börsenstrompreise – unabhängig davon, wie stark der Strombedarf wächst.


Zentrales Ergebnis:
Ein starker Ausbau der Erneuerbaren
lohnt sich nicht nur fürs Klima,
sondern auch wirtschaftlich für Haushalte und Unternehmen

Mittwoch, 15. April 2026

Die Realität überholt die Politik

  Peter Jelinek  LinkedIn

Rechtsextreme kaufen Wärmepumpen, CDU-Wähler interessieren sich brennend für Batteriespeicher, E-Autos boomen.

Was wir derzeit erleben, ist mehr als einleuchtend: Die Realität überholt die Politik. Die fossile Abhängigkeit ist bei den Menschen im Alltag spürbar und der Markt reagiert nicht mehr auf die Gesetzgebungen von Merz & Co., sondern läuft in eine komplett andere Richtungen - und zwar ins Erneuerbaren-Zeitalter hinein. 

Die Frage wird sein, ob Reiche, Merz und Weber sich von der Achse der Autokraten einschüchtern lassen (2027 wird in Frankreich gewählt) und mit ihren Gesetzen den klaren Marktkurs unterbinden. 

Der neue Klimabericht aus Brüssel wirft einen Blick auf jene Frage.