Freitag, 16. Oktober 2026

Jedes Modul auf einem deutschen Dach bringt fürs Klima noch richtig was. Wir sind nicht fertig.



Bradley Mundt / LinkedIn

 

In Spanien liefert ein Solarmodul fast doppelt so viel Strom wie in Deutschland. Und spart trotzdem weniger CO₂.

Klingt falsch. Ist aber Mathe.

100 m² Solar, also rund 20 kWp:

🇪🇸 Spanien: ~32 MWh im Jahr, ~5 t CO₂ vermieden

🇩🇪 Deutschland: ~19 MWh im Jahr, ~6,5 t CO₂ vermieden

🇿🇦 Südafrika: ~34 MWh im Jahr, ~24 t CO₂ vermieden

Der Grund: Es zählt nicht nur, wie viel Sonne aufs Modul fällt. Sondern welchen Strom es verdrängt.

Spanien hat schon einen ziemlich sauberen Strommix. Südafrika hängt größtenteils an Kohle. Deutschland liegt dazwischen.

Zwei Dinge nehme ich daraus mit:

1. Jedes Modul auf einem deutschen Dach bringt fürs Klima noch richtig was. Wir sind nicht fertig.

Spaniens Zahl ist eigentlich eine gute Nachricht. Je sauberer das Netz, desto weniger kann das nächste Modul noch einsparen. Genau da wollen wir hin.

2. Und dann die unbequeme Frage:

Wenn das gleiche Modul in Südafrika oder Indien drei- bis viermal so viel CO₂ vermeidet wie bei uns, investieren wir dann am richtigen Ort?

Oder sind nationale Ausbauziele wichtiger als globale Wirkung?

Ich hab da selbst noch keine finale Antwort. Wie seht ihr das?


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