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Freitag, 24. Juli 2026

Hitze und Dürre: 2,1 Milliarden Euro. Weg. In vier Wochen.

 Sasja Beslik /LinkedIn übersetzt

Wie eine europäische Hitzewelle gerade die diesjährige Getreideernte beeinträchtigt hat 

-Weizen, Gerste, Mais – in ganz Frankreich, Ungarn, Spanien und Deutschland.
Ungefähr 5 % des gesamten Wertes der Ernte, ausgelöscht, solange sie noch im Boden war.

Dienstag, 17. Februar 2026

Zuckersteuer wird diskutiert

 

Chris Methmann  • foodwatch e.V.

Setzt sich am kommenden Wochenende mal wieder die Zucker-Lobby durch?

Oder gewinnt endlich mal die Vernunft? 

Auf dem Bundesparteitag der CDU in Stuttgart diskutiert die Partei über die Zuckersteuer. 

Daniel Günthers Landesverband Schleswig-Holstein hat beantragt, dass die Union sich für eine Hersteller-Abgabe auf gezuckerte Getränke einsetzen soll (und ein Mindestalter für Energy Drinks). Der Grund: Die Körper unserer Kinder vor der Zuckerschwemme der Industrie schützen. Und auf smarte Weise Milliarden an Gesundheitskosten einsparen.

Freitag, 3. November 2023

Flächenverbrauch in der Landwirtschaft: Die Ernährungsweise macht den Unterschied

 hier Studien & Zahlen  2. November 2023

Auf das Konto der Lebensmittelproduktion gehen etwa ein Drittel der gesamten Treibhausgasemissionen. Um sie zu reduzieren, müssen wir die Ernährungssysteme umgestalten. Könnte die Rückkehr zu einer regionalen, nachhaltigen Landwirtschaft ein gangbarer Weg sein? Eine Studie der Hochschule Fulda zum Flächenverbrauch bei verschiedenen Ernährungsweisen am Beispiel des Bundeslandes Hessen zeigt: Eine Re-Regionalisierung wäre durchaus möglich.

Die Studie ist im Frühjahr 2023 im Fachmagazin Sustainable erschienen unter dem Titel „Land Consumption for Current Diets Compared with That for the Planetary Health Diet – How Many People can Our Land Feed?“ Das Bundesland Hessen, so zeigen die beiden Autorinnen Anna-Mara Schön und Marita Böhringen, beide für die Hochschule Fulda am House of Logistics and Mobility (HOLM) tätig, könnte sich rein rechnerisch selbst versorgen. Voraussetzung wäre allerdings, alle Menschen ernährten sich so, wie es die Planetary Health Diet empfiehlt, und schränkten den Verzehr von Fleisch, Milchprodukten und Eiern deutlich ein. Rein mathematisch würden die verfügbaren Acker- und Weideflächen unter diesen Bedingungen ausreichen, um genügend Lebensmittel für die Bevölkerung zu produzieren.

Mittwoch, 13. September 2023

Was passiert, wenn wir auf jedes zweite Schnitzel verzichten?

 Standard hier  Julia Sica  12. September 2023

FLEXITARIER: Eine neue Studie berechnet, wie viel CO2 sich sparen lässt, wenn die Hälfte des Milch- und Fleischkonsums pflanzlich ersetzt wird. Den größten Unterschied macht Rindfleisch

So mühsam viele das Thema Klimaschutz finden: Es ist zuletzt in der öffentlichen Diskussion immer präsenter geworden, und die Bemühungen tragen bereits die eine oder andere Frucht. 

Das betrifft auch die ressourcenintensive Produktion von Fleisch. Mittlerweile gibt es viele Ersatzprodukte, was es einfacher macht, öfter einmal auf Rinderpatties im Burger und Würstel aus Schweinefleisch zu verzichten.

Dabei müssten nicht alle vegetarisch oder vegan leben, um zum Tier- und Klimaschutz beizutragen. Wenn nur auf die Hälfte der fleischigen Mahlzeiten verzichtet würde, ließen sich beträchtliche Emissionen sparen und Ländereien massiv aufforsten. Das rechnet ein Forschungsteam um Marta Kozicka vom Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) im niederösterreichischen Laxenburg in einer Modellstudie vor.

Angesetzt wird bei 50 Prozent des Konsums von Hühner-, Schweine- und Rindfleisch sowie tierischer Milch, den man im Gedankenexperiment durch Produkte auf Pflanzenbasis mit ähnlichem Nährwert ersetzt. Dies könne die Treibhausgasemissionen, die durch Landwirtschaft und Landnutzung entstehen, bis 2050 um 31 Prozent senken, schreibt das internationale Forschungsteam im Fachjournal "Nature Communications".

Montag, 19. Juni 2023

Unsitte der permanenten Politik der Lüge - im Kleinen wie im Großen - Demokratie geht nur mit Fakten

Spiegel hier  Eine Kolumne von Christian Stöcker  18.06.2023

Selbstbetrug im Angesicht der Katastrophe

Ständiges Lügen wird in Deutschland zum Mittel der Politik gemacht, von Menschen wie Markus Söder und Hubert Aiwanger. Gern mit Verweis auf »Traditionen« und »Heimat«. Dabei rollt auf diese »Heimat« gerade ein Desaster zu.

Jedes Kilogramm Rindfleisch (ohne Knochen) hat einen Rucksack von CO₂ und CO₂-Äquivalenten im Gepäck, wenn es über die Fleischtheke geht. Es sind, je nach Haltungsland, Haltungsform und konsultierter Studie, zwischen etwa 15 und etwa 80 Kilogramm. Das ergab eine Überblicksstudie der Swedish University of Agricultural Sciences  im Auftrag des WWF im Jahr 2021. Der Mittelwert für schwedisches Rindfleisch, das in Schweden konsumiert wird, liegt eher bei etwa 30 Kilogramm CO₂-Äquivalenten. Wir Deutschen verbrauchen im Schnitt fast 13 Kilo Rindfleisch pro Kopf und Jahr.

CO₂-Äquivalente sind deshalb wichtig, weil ein Drittel der Emissionen aus der Rinderzucht im Verdauungstrakt der Wiederkäuer entsteht und Methan ein extrem wirkmächtiges Treibhausgas ist. Es hat laut dem Weltklimarat eine etwa 70-mal so starke Treibhauswirkung wie Kohlendioxid. Es bleibt aber, anders als CO₂, zum Glück nur etwa zehn Jahre in der Atmosphäre, bis es abgebaut ist. Noch mehr CO₂-Äquivalente entstehen bei der Herstellung von Rinderfutter.

Die Welternährungsorganisation FAO schätzt , dass 14,5 Prozent aller von uns Menschen verursachten Treibhausgasemissionen auf Tierhaltung und -verarbeitung zurückzuführen sind.

Samstag, 23. Juli 2022

Reale Kosten der Lebensmittel

 Businessinsider  hier

So viel müsste euer Essen eigentlich kosten, wenn Faktoren wie die Umwelt eine Rolle spielen

Der konventionelle Lebensmittelanbau schadet häufig der Umwelt. Ökologische Folgekosten sind im Ladenpreis meist nicht einberechnet.

Eine neue Studie kommt zu der Erkenntnis, dass viele Lebensmittel dann deutlich mehr kosten müssen.

Hohe ökologische Folgekosten werden demnach vor allem durch übermäßiges Düngen und chemische Pflanzenmittel verursacht.

Lebensmittel werden aufgrund der Inflation teurer und unterscheiden sich im Preis. Für Bio-Produkte muss meist mehr bezahlt werden als für die herkömmlichen Lebensmittel. Im Preis nicht mit einberechnet: die Folgekosten der Landwirtschaft für Natur und Umwelt. Eine neue Studie zeigt jetzt, dass der Preis vieler konventioneller Lebensmittel fast doppelt so hoch sein müsste.

Durchgeführt wurde die Analyse durch Wirtschaftsingenieurin Amelie Michalke von der Universität Greifswald und Professor Tobias Gaugler von der TU Nürnberg. Ihr Ergebnis: „Wenn man sie auf die Ladenpreise draufschlägt, müsste ein Kilo Hackfleisch aus konventioneller Produktion statt 9,18 Euro eigentlich 18,84 Euro kosten, also doppelt so teuer sein“, wie Gaugler der „Süddeutschen Zeitung“ sagt.

Beim Gouda wären es zum Beispiel 12,94 Euro anstatt 7,98 Euro. Der Unterschied beim Obst und Gemüse fällt dagegen geringer aus. Ein Apfel müsste für 1,87 Euro statt 1,69 Euro je Kilo angeboten werden. Insgesamt betragen die ökologischen Folgekosten der Studie zufolge in Deutschland im Jahr 90 Milliarden Euro. Die tatsächliche Bruttowertschöpfung beträgt nicht einmal ein Viertel davon und liegt bei 21 Milliarden Euro.

Düngen und Pflanzenmittel sorgen für Umweltschäden

Den größten Preis-Schaden für die Umwelt richtet demnach der Stickstoffverbrauch der Landwirtschaft beim Düngen an. Durch intensives Düngen gelangt der überschüssige Stickstoff in den Boden und wird dort in den Schadstoff Nitrat umgewandelt. Das Nitrat landet im Grundwasser, welches wiederum für viel Geld aufbereitet wird. Die Mehrkosten hierfür sind nicht im Ladenpreis enthalten.

Auch chemische Pflanzenschutzmittel verursachen Umweltschäden. Darunter leidet die Artenvielfalt. Die Wissenschaftler erarbeiten hierzu aktuell einen Parameter, um auch den Artenschwund für die Preisgestaltung der Lebensmittel messbar zu machen. Neben der konventionellen Landwirtschaft sorgt auch der Bio-Anbau für ökologische Folgekosten, allerdings in viel geringerem Maße, wie es in der Studie heißt.

Freitag, 10. Juni 2022

"Von Menschen und Tieren"

Süddeutsche Zeitung hier mit vielen Infografiken. Es lohnt sich den Artikel im Original zu lesen wenn man einen Zugang hat

 Text: Benjamin von Brackel; Infografik und Illustration: Julia Schubert / 20. Mai 2022

Nicht mal ein Rülpser entgeht den Satelliten. In einer Höhe von 500 Kilometern umrunden Iris, Hugo und Claire die Erde, 15 Mal am Tag, immer auf der Jagd nach Methanquellen. Dieses potente Treibhausgas haben die Interferometer der Satelliten schon über Industrieanlagen, Erdgasförderstätten und Kohletagebaue aufgespürt und vermessen, aber am 2. Februar konnten sie erstmals eine Methanquelle identifizieren, die das Weltklima stark belastet, aber bisher kaum zu fassen war.

Im kalifornischen San-Joaquin-Tal registrierten die hochauflösenden Apparate Schwaden von Methan. Sie stammten von einer Rindermastanlage nahe Bakersfield. Pro Stunde wurden zwischen 443 und 668 Kilogramm Methanemissionen detektiert. Aufs ganze Jahr hochgerechnet wäre das genug, um mehr als 15 000 Haushalte zu beheizen, erklärt die Betreiberfirma der Satelliten GHGSat.

Verdauen die Rinder in ihren Mägen das Pflanzenfutter, rülpsen sie Methan aus, und zwar durch die Nase. Ähnlich stark ins Gewicht fallen die Kohlendioxid-Emissionen, die freigesetzt werden, wenn Wälder Weideland und Sojafeldern weichen; der Einsatz von Dünger wiederum setzt Lachgas frei, ein weiteres Treibhausgas..........

Aus den Grafiken geht hervor, dass der Fleischkonsum weiter wächst, besonders in Schwellen- und Entwicklungsländern...

Mittwoch, 8. Juni 2022

"Rindfleisch müsste eigentlich fünfmal so teuer sein"

 die Zeit  hier  3. Juni 2022

Fratzschers Verteilungsfragen / Lebensmittelpreise

Eine Kolumne von 

Um die steigenden Preise für Lebensmittel in Griff zu bekommen, müssen die Fleischpreise steigen. Klingt verrückt – aber nur so entsteht vollständige Kostentransparenz.

Zur Ehrlichkeit der Debatte gehört jedoch auch: Der Konsum und die Produktion von Lebensmitteln in Deutschland und weltweit sind nicht nachhaltig. Die Preise für Lebensmittel spiegeln bei Weitem nicht die enormen Kosten für Umwelt, Klima und Gesundheit wider, die vor allem der exzessive Konsum von Fleisch verursacht. 

Die Preise für Fleisch und Milchprodukte werden daher unweigerlich deutlich steigen, und Menschen werden ihre Ernährung grundlegend umstellen müssen. Die gute Nachricht ist jedoch: Eine solche Transformation der Ernährung würde nicht nur Klima, Umwelt und Gesundheit schützen, sondern auch die Preise für die Grundversorgung wieder reduzieren und sozialer gestalten helfen – wenn Politik und Wirtschaft die richtigen Lehren ziehen.

Sonntag, 5. Juni 2022

Warum ein Klima-Label für Lebensmittel so wichtig wäre

 NDR hier  Stand: 03.06.2022 von Leonie Jost

Wer beim Einkauf darauf achten möchte, dass die gekauften Produkte das Klima möglichst wenig belasten, hat es schwer. Bisher fehlt eine entsprechende Kennzeichnung. Ein neues Klima-Label soll das ändern.

Podcast zum Anhören hier

Beim Einkaufen in einem deutschen Supermarkt hat man die Wahl zwischen ungefähr 12.000 Produkten. Welche davon besonders klimaschädlich sind, ist bisher nicht sehr transparent. Denn wer weiß schon, ob Bio-Tomaten aus Spanien klimaschädlicher sind als konventionelle Tomaten aus der Region? Oder ob tiefgekühlte Chicken Nuggets besser oder schlechter für das Klima sind als das Rindersteak von der Fleischtheke. Eine Lösung, die vielleicht bald dabei helfen wird, klimafreundlicher einzukaufen, ist ein Klima-Label auf den Verpackungen. Doch wo genau entstehen Klimagase bei der Lebensmittelproduktion eigentlich?

Sonntag, 29. Mai 2022

Agrosprit - Kein Essen mehr in den Tank!

  Foodwatch  hier

Agrosprit ist Irrsinn: Jeden Tag landet Getreide für umgerechnet 15 Millionen Brote in Europas Autotanks. Gleichzeitig drohen in Ländern im Nahen Osten und in Afrika katastrophale Hungersnöte. In diesen Wochen wird die Bundesregierung entscheiden, ob Essen im Tank bald der Vergangenheit angehört. Denn „Bio“-Diesel und Co. werden noch immer staatlich gefördert. Damit muss endlich Schluss sein!


Stern hier  24.02.2022

Neue Studie Deutsche Umwelthilfe
Agrosprit ist schädlicher fürs Klima als fossile Kraftstoffe

Agrosprit soll eigentlich zum Klimaschutz beitragen. Eine von der Deutschen Umwelthilfe in Auftrag gegebene Studie ist allerdings zu dem Ergebnis gekommen: Der pflanzenbasierte Kraftstoff ist klimaschädlicher als fossile Kraftstoffe.

"Pflanzenbasierte Agrokraftstoffe sind noch klimaschädlicher als bisher bekannt". So heißt es in einer aktuellen Studie des ifeu-Instituts. Grund dafür ist demnach der "enorme Flächenbedarf".

Derzeit seien über 1,2 Millionen Hektar Agrarflächen in der Welt für den Anbau von Raps, Getreide und Co. zur Produktion von Agrosprit für deutsche Diesel- und Benzinautos belegt. "Dieser immense Flächenverbrauch macht den angeblichen Klimavorteil von Agrokraftstoff gegenüber fossilem Sprit mehr als zunichte", so die Studie. Schließlich könnte sich dort auch natürliche Vegetation entwickeln, welche CO2 binde.

  Deutsche Umwelthilfe fordert sofortiges Ende von Agrosprit

Freitag, 29. April 2022

Warum so viele Lebensmittel im Müll landen

 Ein sehr guter Bericht zum Thema Lebensmittelverschwendung mit sehr vielen ermittelten Zahlen.

Danke dafür, lieber Südkurier, denn es ist wichtig nicht nur über Lebensmittelverschwendung zu schimpfen, sondern sich notfalls an der eigenen Nase zu fassen, um Gewohnheiten zu ändern!
Es ist zu wünschen, dass Minister Özdemir endlich seine Ankündigungen wahr macht, um die Verschwendung auch durch politische Vorgaben einzubremsen.


28.04.2022  |  VON MARKUS KEIMEL  hier im Südkurier

In Deutschland landen zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr im Müll. Weltweit sind es sogar unglaubliche 1,3 Milliarden Tonnen. Das ist in Summe ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel. Eine Katastrophe angesichts der Tatsache, dass laut Welthungerhilfe alle dreizehn Sekunden ein Kind unter fünf Jahren an den Folgen von Hunger stirbt und bis zu 811 Millionen Menschen hungern. Zudem geht damit eine enorme Verschwendung von Ressourcen wie Wasser, Energie, Arbeit oder Land einher. Laut einer Rechnung des WWF bedeutet dies für Deutschland, dass jährlich 2,6 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche völlig zwecklos bewirtschaftet werden. Eine Fläche, die der Größe von Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland zusammen entspricht. Hinzu kommt, dass durch die Produktionskette von Lebensmitteln jährliche Treibhausgasemissionen in Höhe von 18 Milliarden Tonnen CO2 entstehen.

Montag, 18. April 2022

"Putin will Hunger verstärken"

Verfolgt Putin hier eine ganz eigene Strategie des Aushungerns der Weltengemeinschaft, die erst langsam in unser Bewusstsein dringt? Weshalb nur wurden diese verheerenden Zusammenhänge bisher nicht bedacht?

Umso wichtiger erscheint es vor diesem Hintergrund, unsere nachhaltige Landwirtschaft für die Zukunft zu stärken -  was natürlich unter Beachtung der Biodiversität , der Bodenerhaltung und dem Erhalt unserer Wasserressourcen erfolgen muss, wenn es erfolgreich sein soll.
Umso wertvoller sind Bemühungen zur Bodenregeneration (hier),  wie sie gerade auch in Salem in der Markgräflichen Landwirtschaft erfolgt (hier) und natürlich auch in anderen Betrieben und Solidarischen Landwirtschaftsprojekten.

Doch auch die Problemregionen in Afrika rücken dadurch in den Focus.  Dort muss mehr passieren, um der Bevölkerung echte Überlebensperspektiven zu bieten, wenn man nicht riesige Fluchtbewegungen in Kauf nehmen möchte.

Dass Rußland durch die Klimakrise gewinnen könnte ist schon länger in der Diskussion, siehe dazu die Artikel unten, die sich mit diesem Thema befassen.

NTV hier  17.04.2022

Ernährungsminister Özdemir sieht eine klare Strategie im Kreml - "die Strategie des Aushungerns". Offenbar gezielt verwüsteten russische Truppen die landwirtschaftliche Infrastruktur und Lieferketten in der Ukraine, was weltweite Folgen habe. Özdemir zieht daraus vor allem eine Konsequenz.

Landwirtschaftsminister Cem Özdemir dringt auf eine Ausweitung der Waffenlieferungen in die Ukraine, um eine globale Hungerkatastrophe abzuwenden. "Russlands Krieg gegen die Ukraine entpuppt sich immer mehr als ein Angriff gegen die internationale Staatengemeinschaft", sagte der Grünen-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Darum ist es so wichtig, dass der Westen die Ukraine mit weiteren wirkungsvolleren Waffen unterstützt - und da sollte sich Deutschland nicht ausnehmen."

 "Putins Strategie ist es, Konflikte zu schüren, und sein Mittel dafür heißt: den Hunger verstärken", so Özdemir. "Uns erreichen alarmierende Nachrichten aus der Ukraine, wo russische Truppen offenbar gezielt auch landwirtschaftliche Infrastruktur und Lieferketten zerstören." Das könne sich langfristig auf die Leistungsfähigkeit der ukrainischen Landwirtschaft und damit auf die Weltversorgung auswirken.

Betroffen von Putins "Strategie des Aushungerns" seien vor allem die Länder Afrikas, in denen viele Menschen schon jetzt zu wenig zu essen hätten, beklagte der Minister. Die Lage verschärfe sich durch die Klimakrise, die bereits heute katastrophale Ernteausfälle verursache.