Posts mit dem Label Staatsanzeiger werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Staatsanzeiger werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 9. Oktober 2023

Im Staatsanzeiger wird die prekäre Lage offenbar - der Paradigmenwechsel wird kommen

 Staatsanzeiger Freitag, 06. Oktober 2023  Rainer Lang

Dürre ist das größte Problem

Bislang war die Debatte vor allem durch Starkregen und Hochwasser bestimmt, wie sie 2016 in Baden-Württemberg und 2021 im Ahrtal auftraten. Doch das eigentliche Wasser-Problem dürfte langfristig der Mangel sein. Auch im Südwesten sind längere Dürreperioden zu erwarten. Problematisch ist vor allem, wenn im Winter der Schnee ausbleibt.

Die Landwirte werden sich umstellen müssen, wenn die Trockenheit zur Regel wird. Schon in diesem Jahr reifte vielerorts das Getreide zu früh, weil es zu wenig regnete. 

 Eines ist immerhin positiv zu vermelden: Die aufgeregten Debatten über das Thema Wasser in den vergangenen Jahren haben dazu geführt, dass die Bundesregierung im Februar eine nationale Wasserstrategie (siehe unten) verabschiedet hat.

Gleichzeitig folgt jedoch Hiobsbotschaft auf Hiobsbotschaft. Sorgen macht den Fachleuten vor allem der sinkende Grundwasserspiegel. Seit Jahren ist die Niederschlagsmenge zu gering, um die unterirdischen Speicher wieder aufzufüllen. Besonders die trockenen Wintermonate machen sich bemerkbar. Die Monate Januar und Februar seien für die Neubildung von Grundwasser elementar.

Dienstag, 6. September 2022

„Wir wollen im Herbst die Stadtwerke gründen“

 aus dem Staatsanzeiger   

Der Artikel zeigt, was alles möglich wäre. Rutesheim ist in etwa gleich groß wie Salem.
Vorbild ist Dänemark:

Interview Nahwärme mit der Bürgermeisterin von Rutesheim Susanne Widmaier 

Große Kommunen ab 20 000 Einwohner sind in Baden-Württemberg gesetzlich zu einer Wärmeplanung verpflichtet. Doch auch zahlreiche kleinere Kommunen im Land haben sich auf den Weg gemacht. Eine davon ist Rutesheim im Kreis Böblingen. Dazu sollen nun eigene Stadtwerke gegründet werden.

Staatsanzeiger: Der Bau von Nahwärmenetzen ist mit hohen Investitionen verbunden. Warum machen Stadtverwaltung und Gemeinderat hier jetzt so viel Druck?

Susanne Widmaier: Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir mit dem Neubaugebiet auf dem ehemaligen Boschareal neben dem Schulkomplex mit Schwimm- und Sporthalle ein sehr lohnendes Gebiet mit 100 Prozent Abnehmern haben. Die Grundstücke auf dem 2,7 Hektar großen Gebiet gehören der Stadt oder der Bosch Wohnungsgesellschaft, die ebenfalls bereit ist, sich an ein Wärmenetz anzuschließen. Etwa 240 Wohneinheiten sollen hier entstehen, die ersten könnten Ende 2024 fertig sein. Die Leitungen dafür müssen somit dann liegen. Deshalb muss es nun schnell gehen. Daneben gibt es ältere Wohngebiete, die überwiegend mit Gas und Öl beheizt werden. Auch dort gibt es derzeit großes Interesse, sich an eine Nahwärmeversorgung anzuschließen.

Rutesheim hat bislang keine eigenen Stadtwerke. Warum hat sich die Kommune nun entschieden, Stadtwerke zu gründen und das Nahwärmenetz selbst zu bauen und zu betreiben?

Wir hatten mehrere Interessenten, die das Netz gerne betreiben würden. Doch wenn wir dies vergeben, sind wir als Kommune außen vor. Außerdem betrachten private Anbieter die Versorgung ausschließlich monetär, wie verschiedene Gespräche gezeigt haben. Das heißt, wir als Kommune hätten keinen Einfluss darauf, welche Energiequellen genutzt werden. Außerdem hätten wir auch keinen Einfluss auf den Preis für die Wärme für unsere Bürger oder darauf, wer an das Wärmenetz angeschlossen wird. Bereiche, die wirtschaftlich nicht so interessant sind, fallen dann raus.