Staatsanzeiger Freitag, 06. Oktober 2023 Rainer Lang
Dürre ist das größte ProblemBislang war die Debatte vor allem durch Starkregen und Hochwasser bestimmt, wie sie 2016 in Baden-Württemberg und 2021 im Ahrtal auftraten. Doch das eigentliche Wasser-Problem dürfte langfristig der Mangel sein. Auch im Südwesten sind längere Dürreperioden zu erwarten. Problematisch ist vor allem, wenn im Winter der Schnee ausbleibt.
Die Landwirte werden sich umstellen müssen, wenn die Trockenheit zur Regel wird. Schon in diesem Jahr reifte vielerorts das Getreide zu früh, weil es zu wenig regnete.
Eines ist immerhin positiv zu vermelden: Die aufgeregten Debatten über das Thema Wasser in den vergangenen Jahren haben dazu geführt, dass die Bundesregierung im Februar eine nationale Wasserstrategie (siehe unten) verabschiedet hat.
Gleichzeitig folgt jedoch Hiobsbotschaft auf Hiobsbotschaft. Sorgen macht den Fachleuten vor allem der sinkende Grundwasserspiegel. Seit Jahren ist die Niederschlagsmenge zu gering, um die unterirdischen Speicher wieder aufzufüllen. Besonders die trockenen Wintermonate machen sich bemerkbar. Die Monate Januar und Februar seien für die Neubildung von Grundwasser elementar.
