Samstag, 18. Juli 2026

Frankreichs Energieerzeugung hat ein zunehmendes Problem mit Hitze und Dürre....

 

Sehr spannend zu diesem Thema finde ich auch diesen Artikel hier, von dessen Inhalt ich vorher noch nie etwas von den Dimensionen gehört hatte. Die Kühlung der Kraftwerke führt gigantische Mengen an Wärme in die Umgebung ab: Luft und Wasser erwärmen sich. Das AKW Grundremmingen „entsorgte“ während seiner Laufzeit ca. 1.500 TWh Abwärme – das entspricht mehr als dem zweifachen jährlichen Heizwärmebedarf aller deutschen Haushalte. Wie sich das wohl im Umfeld bemerkbar machte?

Spiegel  hier 17.07.2026,

Kühlwasser

Französisches Gaskraftwerk muss wegen Hitze im Mittelmeer vom Netz

Wegen extremer Hitze mussten in Frankreich bereits Kernkraftwerke gedrosselt oder abgeschaltet werden.

Erstmals in diesem Sommer muss nun auch ein Gaskraftwerk den Betrieb einstellen.

Wegen der hohen Wassertemperaturen im Mittelmeer hat der französische Energiekonzern EDF am späten Donnerstagabend ein Gaskraftwerk in Südfrankreich vom Netz genommen. Die Anlage in Martigues ‌mit einer Leistung von 930 Megawatt wurde abgeschaltet, da der Zugang zu Kühlwasser eingeschränkt war. Damit musste in diesem Sommer zum ersten Mal ein französisches Gaskraftwerk hitzebedingt den Betrieb einstellen. Zuletzt war das im Jahr 2022 der Fall.

Der Ausfall verschärft die angespannte Lage der französischen Energieversorgung.
Während Gaskraftwerke nur einen ‌kleinen Teil der französischen Energieversorgung ausmachen, liefert Kernkraft ‌rund 70 Prozent des Stroms. Die europaweite Hitzewelle hatte allerdings zur Folge, dass sich das Wasser in Flüssen stark erwärmte – Kernkraftwerke  in Frankreich mussten daher gedrosselt oder vom Netz genommen werden.

Denn ein Atomkraftwerk wandelt nur einen Teil der Reaktorwärme in Strom um; der Rest fällt als Abwärme an und wird meist über Kühlwasser abgeführt. Damit Flüsse oder Küstengewässer nicht zusätzlich überhitzt werden, gelten standortbezogene Grenzwerte für Einleittemperaturen und Temperaturerhöhungen. Wenn diese Vorgaben wegen Hitze oder Niedrigwasser nicht mehr eingehalten werden können, müssen Betreiber die Leistung drosseln oder Anlagen vorübergehend vom Netz nehmen.

Ungewöhnlich viele Reaktoren betroffen

In Frankreich fehlen zuletzt bereits 4,9 Gigawatt an Kernkraftkapazität, weitere 2,5 Gigawatt sind durch niedrige Wasserstände nicht verfügbar. Die aktuellen Kapazitätsverluste entsprechen etwa 14 Prozent der gesamten Kernkraftkapazität des Landes.

»Wir haben zwei Wellen klimabedingter Ausfälle erlebt, die in ihrem Ausmaß und ‌Zeitpunkt beispiellos waren und Reaktoren betrafen, die normalerweise davon verschont bleiben«, sagte Thibault Laconde, Gründer des Klimadaten-Analyseunternehmens Callendar, ‌der Nachrichtenagentur Reuters.

Am Freitag dürften weitere Kernreaktoren ‌ihre Leistung drosseln. Zwar soll die Hitzewelle dem ‌Wetterdienst Météo-France  zufolge in den kommenden Tagen abklingen, wegen des fehlenden Regens verschärft sich die Dürre im Land ⁠jedoch weiter. 

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