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Montag, 18. August 2025

Einigung gescheitert: vorerst kein UN-Plastikmüll-Abkommen

 Umweltbundesamt - German Environment Agency auf  LinkedIn

UBA-Präsident Dirk Messner zum (vorerst) gescheiterten UN-Abkommen gegen Plastikmüll.


Kommentare

Carolin Dodt

Unglaublich, diese sekundären Kosten… und wahrscheinlich sind so viele Kosten gar nicht monetär abzubilden… (wie zB der Verdacht, dass Mikroplastik über die Nahrungsmittel bei uns ankommt und Menschen unfruchtbar macht, Krebs auslöst oder entzündliche Darmerkrankungen)…

Freitag, 29. November 2024

Recycling von Kunststoffen hätte den größten Effekt, um Plastikmüll zu reduzieren

  hier  ARD  28.11.2024  Von Jan Kerckhoff, BR

UN-Plastik-Konferenz in Busan: Löst Recycling das Plastik-Problem?

Die Mitgliedsstaaten der UN wollen weltweit weniger Plastikmüll produzieren. Dazu verhandeln sie in Südkorea über internationale Regelungen. Eine aktuelle Studie zeigt, wie dringend das ist.

Freitag, 26. April 2024

EU packt den Plastik-Hammer aus und setzt ein Plastikverbot für bestimmte Produkte

 Diese Sache kann man doch sicherlich auch als klimaschädliche Subvention bezeichnen:

"Bislang hatte die Bundesregierung diese Abgabe aus dem Haushalt bezahlt, doch das will sie langfristig nicht weiterführen. Es geht um Milliarden – Zwischen 2021 und 2022 hatte Deutschland rund 1,4 Milliarden Euro gezahlt".

hier  Geschichte von Lars-Eric Nievelstein • 25.4.24

 Plastikverbote: Diese Produkte verschwinden aus dem Regal

Pro Jahr verbrauchen Europäer rund 190 Kilogramm Plastik. Dagegen will die EU vorgehen. Das Europäische Parlament setzt eine Reihe von Produkten auf die rote Liste.

Dienstag, 26. September 2023

Verkauf von Mikroplastik in der EU künftig verboten

 Wir können heute froh sein, dass wir keinen Kunstrasenplatz in Salem bekommen haben - wir müssten ihn gerade wieder umbauen.

ARD 25.09.2023 hier

Damit weniger Partikel in Umwelt und Meere gelangen, untersagt die EU den Verkauf von Mikroplastik und Produkten, denen es zugesetzt ist. Betroffen sind etwa Granulat für Sportplätze und Kosmetik-Produkte.

Der Verkauf von Mikroplastik in verschiedensten Bereichen wird in der Europäischen Union (EU) schrittweise verboten. Durch neue Regeln der EU-Kommission wird in Zukunft die Veräußerung von Mikroplastik untersagt, wie die Brüsseler Behörde heute mitteilte. Zudem gebe es auch ein Verkaufsverbot für Produkte, denen Mikroplastik zugesetzt wurde und die dieses bei der Verwendung freisetzen.

Sonntag, 3. Juli 2022

Plastikverpackung versus Lebensmittelverschwendung

 BR24    hier  Alexander Dallmus

Plastik hat keinen guten Ruf. Es gibt zu viel. Doch als Verpackungsmaterial ist es oft nachhaltiger als vergleichbare Alternativen. Vor allem, wenn es Lebensmittel davor schützt, weggeworfen zu werden.

Kaum einer würde in der kleinen Ortschaft Burgheim im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen den bayerischen Marktführer in Sachen Netzsäcken vermuten. Michael Schliebe vertreibt mit seinem Familienunternehmen vorwiegend Plastiknetze für Kartoffeln und Zwiebeln. Die Papier-Alternative wäre in diesem Falle nicht nachhaltiger, erklärt er. Denn für 2,5 Kilo Kartoffeln bräuchte es allein 30 Gramm an speziellem Kraftpapier. Sein Renner bringt ein Vielfaches weniger auf die Waage: "Da haben wir, im Vergleich, beim Raschelsack gerade mal 5,5 Gramm", sagt Michael Schliebe, "klar ist das Plastik, aber ich glaube schon, dass man da abwägen kann, ob das mehr Sinn macht oder nicht."

Wenn das PE-Material richtig entsorgt wird, nämlich im gelben Sack, der gelben Tonne oder mit dem Verpackungsmüll auf der Wertstoffinsel, könnte es zudem weiter aufbereitet werden. Michael Schiebe hat getüftelt und seine Netze neu geknüpft, mit nachhaltigem Erfolg: "Unser größter Sprung in dem Bereich war 2015. Da sind wir im Materialverbrauch einen gehörigen Schritt nach unten gegangen. Und dadurch sparen wir jedes Jahr um die 200 Tonnen aufwärts an Kunststoff ein."

In verdorbenen Lebensmittel stecken viele Ressourcen

Aber: Müssen Lebensmittel denn überhaupt immer verpackt werden? Gerade während der Pandemie hat Deutschland einen Boom bei den Unverpackt-Läden erlebt. Richtig eingesetzt wirkt Kunststoff allerdings durchaus nachhaltig: "Das heißt, wenn ich mir die Verpackung spare, aber dann das Lebensmittel wegschmeiße, habe ich zehnmal mehr Ressourcen verbraucht", sagt die Lebensmittelchemikerin Professor Carolin Hauser. Sie forscht an der Technischen Hochschule Nürnberg am Standort Neumarkt an nachhaltigen Verpackungen.

Mittwoch, 22. Juni 2022

Die Recyclinglüge

 Film im ARD  hier

20.06.22 | 75:27 Min. | Verfügbar bis 20.06.2023

Was passiert eigentlich mit unserem Plastikmüll, nachdem wir ihn in die Recyclingtonne geworfen haben? Verschmutzung durch Plastik wird weltweit zu einem immer größeren Problem. Der Film stellt die Frage: Wer verdient an der Plastikkrise?


Edeka, Netto und Co. in der Kritik: So umgehen die Supermärkte das Plastiktüten-Verbot

  Chip hier   22.06.2022, 06:12 | von 

Deutsche Presse-Agentur (dpa)

Aktuell umgehen Supermärkte wie Edeka, Netto und Co. mit einem Trick das geltende Plastiktütenverbot. Dafür gibt es nun Kritik von Umweltschutzverbänden und aus der Politik. Hier erfahren Sie die Einzelheiten.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) hat die Betreiber von Supermärkten ermahnt, sich an das geltende Plastiktüten-Verbot im Handel zu halten. Die Märkte sollten ihren Beitrag zur Eindämmung der Einweg-Plastikflut leisten und "Schummeltüten", mit denen das Verbot umgangen werde, schnell aus dem Sortiment entfernen, sagte Lemke der Deutschen Presse-Agentur.

Donnerstag, 3. März 2022

Bundesumweltministerin nennt UNO-Abkommen gegen Plastikmüll „historisch“

Deutschlandfunk  hier  02.03.2022

Bundesumweltministerin Lemke hat das Votum der UNO-Mitgliedstaaten für ein Abkommen zur Verringerung von Plastikmüll als historisch bezeichnet.

Lemke sagte im Deutschlandfunk, es sei ein wichtiges Zeichen, dass die internationale Staatengemeinschaft für ein derart wichtiges Umweltvorhaben Handlungsfähigkeit bewiesen habe. Es sei entscheidend, dass das Abkommen rechtlich verbindlich sein solle. Geplant sei, den gesamten Produktzyklus zu berücksichtigen – von der Produktion über den Abfall hin zu geschlossenen Stoffkreisläufen, so Lemke weiter. Hier können Sie das komplette Interview nachlesen.

Bei der UNO-Umweltversammlung in der kenianischen Hauptstadt Nairobi hatten zuvor Delegationen aus fast 200 Ländern den Entwurf für das Abkommen einstimmig gebilligt. Vorangegangen waren mehr als eine Woche dauernde Beratungen. Der eigentliche Vertrag soll nun von einem Ausschuss ausgearbeitet werden und 2024 vorliegen.

Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat sich die Plastikproduktion zwischen den Jahren 2000 und 2019 auf 460 Millionen Tonnen nahezu verdoppelt. Zu den größten Plastikproduzenten zählen die USA, Indien, China und Japan.

Diese Nachricht wurde am 02.03.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Sonntag, 12. Dezember 2021

Neue Studie der Vereinten Nationen: Gefährliches Plastik im Boden

 TAZ  hier

Die UN warnen: Wegen Folienresten im Boden schrumpften Ernten. Der Mikrokunststoff in Lebensmitteln könnte auch Folgen für die Gesundheit haben.

Die Verschmutzung landwirtschaftlich genutzter Böden mit Plastik bedroht den Vereinten Nationen zufolge die Ernährungssicherheit. Wenn sich Folienabdeckungen von Feldern in der Erde anreichern, schrumpften die Ernten, schreibt die UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) in einer neuen Studie. Zerfällt das Material in Mikroplastik – also in Stücke kleiner als 5 Millimeter –, könne es in die Nahrungskette gelangen und möglicherweise die Gesundheit gefährden.

2019 habe die Landwirtschaft weltweit 12,5 Millionen Tonnen Plastik verbraucht. 37,3 Millionen Tonnen seien für Lebensmittelverpackungen verwendet worden. Am größten war laut dem Bericht mit 50 Prozent der Anteil Asiens. Bis 2030 werde der Verbrauch von Folien für Gewächshäuser, Feldabdeckungen und Einlagerung von Gärfutter (Silage) nach Prognosen von Branchenexperten von 6,1 Millionen Tonnen im Jahr 2018 um 50 Prozent steigen. 


Doch nicht nur in Asien ist Folie verbreitet. Wir sehen auch in der Bodenseeregion immer mehr Folientunnels für Sonderkulturen, speziell für Erdbeeren.
Die Erdbeerkulturen sind gute Geldbringer - die alteingesessenen Landwirte klagen schon länger über die steigenden Pachtpreise infolge der Erdbeerkulturen. Doch wenn dies langfristige Auswirkungen auf die Bodenqualität zeigt?

Auch in Naturschutz heute, dem NABU-Magazin ist dem Thema ein Artikel gewidmet  hier

Plastik in der Landwirtschaft
NABU-Studie zu Kunststoff-Einträgen in landwirtschaftlich genutzte Böden

Mehr als 13.000 Tonnen Kunststoffe werden in Deutschland jährlich durch landwirtschaftliche Aktivitäten freigesetzt. Dies ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag des NABU. Der Großteil der Kunststoffe landet direkt im oder auf dem Boden.