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Mittwoch, 25. Dezember 2024

Kabinett beschließt Strategie zum Schutz der Artenvielfalt

Im Bereich der Biodiversitätsstrategie gab es kurz vor Weihnachten noch einen äußerst erstaunlichen Durchbruch in Deutschland, der Hoffnung weckt, dass ab 2025 eine Veränderung zum Besseren eintreten könnte.


Anhören im Deutschlandfunk hier   Büüsker, Ann-Kathrin | 18. Dezember 2024

Kabinett beschließt Nationale Biodiversitätstrategie

Update für Artenschutz

Eigentlich sollte sie schon zur Weltnaturkonferenz im Oktober beschlossen werden, doch die FDP blockte. Nun wurde die Biodiversitätsstrategie auf den Weg gebracht: 65 Ziele sollen die Artenvielfalt in Deutschland bewahren und Natur schützen.

Samstag, 7. Dezember 2024

Um den Bagger zu verhindern, greift André Holzinger immer wieder zur Kartoffelhacke

 Ich kann die Radio-Reportage vom Bayrischen Rundfunk (Link ganz unten) nur jedem ans Herz legen - da geht einem im wahrsten Sinne des Wortes das Herz auf!


Auch bei uns werden die Biber geärgert, aber nicht mit der Kartoffelhacke. Die Biberdämme werden überwacht, und wenn eine bestimmte Höhenmarke überschritten wird, dann kommt der Bagger und räumt den oberen Aufbau weg. Der Biberdamm bleibt jedoch grundsätzlich stehen.

BR hier  Von  Ursula Klement

Biber ärgern und damit Schäden verhindern – das steckt dahinter

André Holzinger ärgert den Biber. Aber das ist für alle Seiten gut: für den Bach, für die Bauern und unterm Strich auch für den Biber. Es gibt keine Überschwemmungen mehr, die Artenvielfalt steigt – und der Naturschutz sagt: ein Vorzeigeprojekt.

Sonntag, 3. März 2024

"Bierzelt-Rambos": Schafroths Abrechnung mit Söder und Aiwanger

 Einfach genial! Das musste einfach mal gesagt werden.

BR Videobeitrag hier 29.02.2024, Petr Jerabek

"Anheizer, Aufstachler, Zündler": In seiner Fastenrede nimmt sich Kabarettist Schafroth vor allem Ministerpräsident Söder und seinen Vize Aiwanger vor - und redet ihnen ins Gewissen: "Abrüsten statt Aufrüsten!" Söder findet nicht alles lustig.


Montag, 25. Dezember 2023

Photovoltaikstrom auch für Mieter: Kommt jetzt der Durchbruch?

 Gute Nachrichten mit Blick auf den Mieterstrom -  als Aspekt der Teilhabe für alle.

Es wird einfacher und übersichtlicher.

BR hier  Von  Lorenz Storch in BR24 am 04.12.2023

Das Modell "Mieterstrom" gibt es seit 2017 – mit dem Ziel, dass auch Menschen ohne eigenes Haus von günstigem Strom aus Photovoltaik profitieren können. Genutzt wurde es bisher aber nur selten. Nun gibt es Anzeichen, dass sich das ändern könnte.


Die städtische Wohnbaugesellschaft Thannhausen im schwäbischen Landkreis Günzburg ist in diesem Jahr in das Modell Mieterstrom eingestiegen. Seit März bekommen die Mieter von 20 Wohnungen ihren Strom billiger, weil er zum Großteil aus der Photovoltaik vom Dach über ihnen stammt. 28 Cent pro Kilowattstunde, 6,50 Euro pro Monat. "Unser Ziel dabei ist – neben dem Umweltschutz - vor allem, die Kosten unserer Mieter zu reduzieren", erläutert Geschäftsführer Guido Zieher.

Donnerstag, 5. Oktober 2023

"Würdiger Gebrauch unseres Nationaldenkmals" - Vom Brandenburger Tor geht die Farbe der "Letzten Generation" nicht mehr ab. Nicht so schlimm, wirklich nicht.

 BR  hier Von Simone Reber / Über dieses Thema berichtete kulturWelt am 27.09.2023 

Mit einem Tweet zur Farb-Attacke der "Letzten Generation" auf das Brandenburger Tor, hat die Historikerin Hedwig Richter auf X, ehemals Twitter, für Aufsehen gesorgt. Ihre Position weiß sie gegen den Shitstorm zu verteidigen.

Hedwig Richter sieht nicht aus, als wäre sie geknickt über den Sturm der Empörung, den ihr Kommentar bei X – ehemals Twitter – ausgelöst hat.
Ja, sagt sie, das Brandenburger Tor sei der richtige Ort, um auf ein so dringliches Problem wie den Klimawandel aufmerksam zu machen: "Es ist ja in gewisser Weise auch eine Wunde. Und diese Wunde, die man hier am Brandenburger Tor angebracht hat, ist eine Erinnerung an die Zerstörung, die die Menschen tagtäglich vollbringen."

Sonntag, 24. Juli 2022

Nachfolger fürs 9-Euro-Ticket gesucht: Inspiration vom Bodensee

 BR24  hier von Julian Schmidt-Farrent

Wie soll es weitergehen nach dem 9-Euro-Ticket? Verkehrsminister Wissing will erst auf Auswertungen warten. 

Dabei suchen deutsche Städte bereits seit Jahren nach einem günstigen Ticket-Angebot. 

Eine Stadt am Bodensee könnte zum Vorbild werden.


Vier Stunden und 17 Minuten: So lange tuckert die Regionalbahn, um von München in das kleine Radolfzell am Bodensee zu kommen. Radolfzell ist aber nicht nur eine Urlaubsidylle – die Kleinstadt könnte vielleicht sogar ein Vorbild für eine Verkehrswende in Deutschland nach dem 9-Euro-Ticket werden.

Breite Mehrheit für Fortsetzung des 9-Euro-Tickets

Am 31. August endet die Aktion um das 9-Euro-Ticket. Umfragen zufolge wünscht sich eine Mehrheit der Deutschen eine Fortführung des bundesweit gültigen Fahrscheins. Die Verkehrsbetriebe sind für eine zweimonatige Verlängerung. Und auch die Wissenschaft findet gute Worte für die Maßnahme – anfangs skeptisch, fände er jetzt das Projekt "superklasse", erklärt der Verkehrswissenschaftler Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum in Berlin.

Knie schätzt, dass mit einem Folgekonzept bis zu ein Drittel der Autofahrer für den ÖPNV gewonnen werden könnte. Das 9-Euro-Ticket habe die Leute aufgeweckt - ein Zurück zu alten Tarifstrukturen sei nicht mehr möglich. "Da ist die Büchse der Pandora aufgegangen."

FDP-Minister bremsen - Grüne machen Finanzierungsvorschlag

Auch Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) lobt das eigene Projekt, möchte es sogar fortführen. Aber: Dauerhaft für neun Euro durch ganz Deutschland fahren, das sei nicht finanzierbar. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat bereits deutlich gemacht, dass er eine weitere Finanzierung des 9-Euro-Tickets strikt ablehnt.

Die stellvertretende Vorsitzende des Verkehrsausschusses Nyke Slawik (Grüne) hält die Finanzierungsfrage dagegen für vorgeschoben – der Bund könne milliardenteure Subventionen für Kerosin oder auch die Steuervergünstigung für Diesel streichen und mit dem Geld ein Folgeticket ausbauen.

Vorschläge von 365 Euro im Jahr bis 69 Euro im Monat

Es ist offensichtlich: Bei der Finanzierung herrscht Klärungsbedarf. Im Moment beherrscht ein Zahlenwirrwarr die Debatte. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen schlägt ein Ticket für 69 Euro im Monat vor. Auch bei diesem Preis müsse der Bund draufzahlen.

CSU-Chef Markus Söder gräbt hingegen eine alte Idee aus, die die SPD schon 2019 im Bundestag eingebracht hatte: das 365-Euro-Ticket. Auf den Monat gerechnet ist das sogar fast so viel wie der Vorschlag der Verbraucherzentralen, die 29 Euro im Monat fordern. Ein guter Preis, meint auch Verkehrsexperte Andreas Knie aus Berlin, doch dann müsse auch der Fernverkehr mit drin sein. Schließlich wisse man aus Studien, dass 29 Euro für die meisten potenziellen Bus- und Bahnfahrer attraktiv sei.

Viele verschiedene Zahlen – und Bundesverkehrsminister Volker Wissing hält sich mit eigenen Vorschlägen zurück. Er will auf die Auswertungen zur Nutzung des 9-Euro-Tickets warten. Im Herbst oder im Winter könnte es so weit sein.

So funktioniert es in Radolfzell

Dabei gibt es schon seit Jahren Beispiele dafür, wie sich günstige und einfache Tickets auf das Verhalten der Menschen auswirken. Zum Beispiel im kleinen Radolfzell am Bodensee. Hier hat die Stadt schon vor fünf Jahren den eigenen Nahverkehr ausgebaut und unter anderem ein 365-Euro-Ticket eingeführt. Die Folge: Die Fahrgastzahlen stiegen kräftig. Aber nur, weil auch gleichzeitig die Parkgebühren erhöht wurden, sagen die Stadtwerke – Autofahren wurde unattraktiver.

Auch Verkehrsexperte Andreas Knie meint: Nur am Ticketpreis herumschrauben löst keine Verkehrswende aus. Die Politik müsse auch die Privilegien für das Auto abschaffen.

Vom Abwarten des Verkehrsministers hält er derweil wenig. Typisch deutsch sei das, kritisiert er – stattdessen solle die Politik etwas wagen. "Versuch und Irrtum ist das Maß der Dinge, die wir verkehrspolitisch brauchen."