Sonntag, 17. Mai 2026

Markus Söders größtes Problem ist nicht die Klimakatastrophe, sondern ein Schwabe, der kein Fleisch isst

Auch Kretschmann bekam sein Fett ab von Söder,  lange vor seiner legendären Bäume Umarmungsphase

Wer erinnert sich nicht gerne an diese Begebenheit zu Beginn der Kretschmann-Ära vor 15 Jahren?
Da rief  Söder allen  Wirtschaftsbetrieben in BW sinngemäß zu, sie könnten gerne im Nachbarland Bayern Asyl bekommen, wenn sie die Grüne Bevormundung nicht mehr ertragen würden....
Kretschmann erwähnte dieses Angebot mal staubtrocken im Nebensatz, bei einer Wahlkampfveranstaltung Jahre später: "Also meines Wissens ist keiner gegangen damals"

Daniel Mautz LinkedIn

Cem Özdemir ist als grüner Ministerpräsident in Baden-Württemberg vereidigt worden. 

Und Markus Söder? Der rasiert sich, trägt Krawatte und hat seinen Hashtag Hashtag#söderisst gelöscht. Weil die Lage jetzt ernst sei, sagt er.
Als wären Ukrainekrieg, Energiekrise, Inflation und Erderwärmung vorher ein Spaß gewesen, den man mit Burger-Selfies begleiten konnte.

Die CSU hat unter Söder die fünfte landesweite Wahl in Folge mit Verlusten abgeschlossen. Die Kommunalwahlen brachten ein historisches Tief.

 

Daniel Günther aus Schleswig-Holstein empfiehlt ihm öffentlich, mal nach Norden zu fahren, um das Gefühl von Über-40-Prozent-Ergebnissen wiederzuerleben. 

Özdemir kündigt derweil an, Baden-Württemberg werde an Bayern vorbeiziehen. Bescheidener im Stil, aber härter in der Sache.

Hier zerfällt eine politische Methode, die jahrelang funktioniert hat. Social-Media-Inszenierung statt Sachpolitik. Bäume umarmen für die Kamera, Würste essen für die Reichweite. 

Keine wirksame Klimapolitik, keine Mobilitätswende, keine Industriestrategie für die Transformation. Dafür immer ein gutes Foto.

Söder hat Bayern regiert wie einen Instagram-Account. Jetzt merkt er, dass Reichweite keine Wählerstimmen ersetzt. Und dass ein grüner Ministerpräsident im Nachbarland nicht nur ein kosmetisches Problem ist, sondern ein strukturelles. 

Denn wenn Baden-Württemberg vormacht, dass Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke zusammengehen, wird die ganze Erzählung obsolet. Die Erzählung, dass Wohlstand nur mit fossilem Weiter-so funktioniert.

Söders Horror ist nicht der Vegetarier. Söders Horror ist der Beweis, dass es auch anders geht.


TAZ  hier  Kolumne übrigens von Silke Mertins  16.5.2026

Neue Regierung in Baden-Württemberg: Ein schwäbischer Vegetarier bedroht Markus Söder

Es sieht nicht gut aus für Bayerns Ministerpräsidenten. Erst das miese Ergebnis bei den Kommunalwahlen und jetzt auch noch der Özdemir im Ländle.

Cem Özdemir spricht mit einem äußerst ernsten Gesichtsausdruck vor einer Gruppe


D'Schwob Özdemir bedroht Weißwurst Markus


Multiple Krisen können einen Menschen verändern, sogar Gottes Geschenk an die Menschheit:
Markus Söder (CSU). Bisher kannten wir den bayerischen Ministerpräsidenten auf Social Media nur von Würsten umgeben, mit Hamburgern, Dönern oder Adventskerzen posierend.
Er war natürlich immer gut gelaunt, weil Bayern eben der schönste Fleck auf Gottes schöner Erde ist. Und er, Söder, machte diesen Fleck fortwährend noch schöner.

Doch zum großen Schreck Deutschlands nun dies: Der Bayer ist glattrasiert, trägt vermehrt Krawatte und postet nur noch fleischlosen Content. Der Hashtag #soederisst – ist weg.
 „Die Lage ist zu ernst“, ließ Söder in einem Interview mit der Bild-„Zeitung“ verlauten.
Vorher war demnach die Lage nicht ganz so ernst. Da gab es nur den Ukrainekrieg, die Energiekrise, Inflation, die Rückkehr Trumps ins Weiße Haus, die Coronapandemie und die Erderwärmung.

Jetzt hingegen: Merz ist an der Macht und versucht zu regieren. Da kann man schon nachvollziehen, dass er sich um Deutschland, vor allem aber um Bayern Sorgen macht.
Gleichzeitig haben seine eigenen Leute gewagt, Unmut wegen #söderisst zu äußern, zumal die jüngsten Kommunalwahlergebnisse der CSU ein historisch niedriges Ergebnis bescherten.
Es war die fünfte landesweite Wahl unter Söder, bei der die CSU Verluste einfuhr.

Der bayerische Ministerpräsident postet nur noch fleischlosen Content

Ganz im Norden schüttet man bereits eimerweise Spott über Söder aus: „Früher, als die CSU in Bayern sehr erfolgreich war, haben wir ja wirklich immer voller Stolz darauf geguckt“, so Daniel Günther (CDU), Regierungschef in Schleswig-Holstein. Damals seien viele aus der CDU nach Bayern gepilgert, als es dort noch erfolgreiche Ministerpräsidenten gegeben habe. „Jetzt ist es halt umgekehrt so, dass Markus Söder mal nach Schleswig-Holstein fährt, um mal wieder dieses Gefühl zu haben, dass man auch Über-40-Prozent-Ergebnisse holen kann.“

Als sei das nicht schlimm genug, droht nun auch noch Ungemach aus der Nachbarschaft: Der frisch vereidigte grüne Ministerpräsident Cem Özdemir kündigte an, Baden-Württemberg werde unter ihm „an Bayern vorbeiziehen“. Allerdings werde man in Stil und Auftritt „bescheidener“ sein. Käsespätzle statt Schweinshaxe. Für Söder ist diese Kampfansage das schlimmstmögliche Horrorszenario: von einem Vegetarier besiegt zu werden.

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