Donnerstag, 7. Mai 2026

Update: While Nobody's Watching findet in den USA Erstaunliches statt

 Verrückt was dieser Habeck schon wieder erzählt! Oder vielleicht doch nicht?

Ob nun mit oder ohne Trumps Genehmigung: Die Energiewende schreitet in den USA ganz schön schnell - und doch ziemlich unbemerkt von der Welt- voran.
Die Grafiken vom Energie-Analysten Bloomberg (unten) zeigen tatsächlich eine ganz andere Geschichte als offiziell erzählt wird.

Martin Tillich / LinkedIn

Der spannendste Punkt an Robert Habecks Beobachtung ist nicht die Kritik an den USA, sondern was sie über Europas Lage verrät. 

Auf dem Sustainable Economy Summit in Berlin sprach er über „Europas Energiezukunft zwischen Klima & Geopolitik“. 

Mit Blick auf die USA brachte Habeck einen bemerkenswerten Widerspruch auf den Punkt: 

Die USA haben ihre LNG-Exporte (Flüssiggas) nach Europa zuletzt weiter erhöht. Gleichzeitig investieren sie im eigenen Land stark in Wind- und Solarenergie, Batteriespeicher und die Infrastruktur der elektrischen Zukunft.

Unterm Strich: Die USA machen Europa weiter ein fossiles Modell attraktiv, von dem sie sich selbst strategisch Stück für Stück unabhängiger machen, so Habeck.

Genau darin liegt seine Warnung an Europa: Die entscheidende Frage ist nicht mehr nur, ob Elektrifizierung und erneuerbare Energien kommen. Sondern wer damit künftig Geld verdient, wer die Technik liefert – und wer abhängig bleibt.

Carolin Friedemann /LinkedIN

😎 While Nobody's Watching

In den Nachrichten dominieren seit Monaten fossile Energieträger. Rohölpreise, LNG-Lieferungen, „Drill baby drill" – die USA unter Trump senden lautstarke Signale in Richtung fossiler Zukunft. 

Aber während die Schlagzeilen von fossilen Brennstoffen dominiert werden, passiert im Hintergrund etwas Bemerkenswertes: Die Zahlen aus den USA sprechen nämlich eine andere Sprache.

8️⃣

0️⃣ % der geplanten Kraftwerkskapazität in den USA entfallen auf erneuerbare Energien, also Photovoltaik, Windkraft und Batteriespeicher, so Bloomberg News. Diese Anlagen lassen sich in weniger als fünf Jahren errichten, manche sogar innerhalb von 18 Monaten.

Der Kohleanteil an der US-Stromerzeugung ist von 40% im Jahr 2014 auf heute 16% gefallen. Und laut den Analysten von Wood Mackenzie könnte die Erzeugungsleistung aus Wind, Sonne und Batterien die von Gaskraftwerken bis Mitte der 2030er Jahre um das Sechsfache übersteigen.


Und dann kam kürzlich diese Meldung: Die USA werden 2026 voraussichtlich 60 GW an Solar-, Speicher- und Windkapazität ans Netz bringen. Das sind 20% mehr als im Vorjahr, ein neuer Rekord. 93% aller 2026 neu installierten Kapazitäten kommen aus erneuerbaren Quellen. 

Und im März 2026 hat die USA erstmals mehr Strom aus Erneuerbaren als aus Gas erzeugt.

Die Energiewende in den USA passiert nicht trotz der politischen Lage – sie passiert einfach und zwar auch dort, wo Republikaner regieren. Pragmatisch, schnell, und in einem Ausmaß, das die Rhetorik aus Washington alt aussehen lässt.

Für mich zeigt das: Es lohnt sich, hinter die Sprechblasen zu schauen. Die wirklich relevanten Entwicklungen finden oft dort statt, wo gerade niemand hinschaut.





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