Donnerstag, 9. Juli 2020

 Aus SatireSenf

TS94/20: Salem: Südkurier-Schwurbel-News zu Berichtsreportern, Haarfriseuren und Pferdereitern

So etwas gibt es nur bei der Provinzpresse? Da veröffentlicht der Südkurier einen ganzen langen Artikel über ein Thema und lässt einen der beiden Hauptakteure noch nicht einmal zu Wort kommen. So geschehen in Salem. Dort verfasst die Südkurier-Redakteurin Jenna Santini einen Text, bei dem schon die Überschrift (sprachliche) Rätsel aufwirft: „Darum hat die Gemeinde Salem rechtliche Schritte gegen eine Blogschreiberin ergriffen“.

Was zur Hölle bitte ist eine „Blogschreiberin“? Ist das so etwas Ähnliches wie eine „Wäschebüglerin“, eine „Stoffnäherin“ oder ein „Pflanzengärtner“?

Wir alle haben uns inzwischen daran gewöhnt, dass die SchwäZ– und Südkurier-Redakteure – vornehmlich in den ländlichen Redaktionen – vom Pressekodex nicht viel halten; ihn teilweise möglicherweise nicht einmal kennen? Dabei wäre es schon Bestandteil gesellschaftlicher Anstandsregeln demjenigen, den man zu Gegenstand seiner Berichterstattung macht, die Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Auf diesen Anstand ist beim Südkurier geschmissen!

Denn: Berichtsgegenstand von Santinis oben genanntem Artikel bin: ICH! Die von der Tautologie in der Überschrift beleidigte „Blogschreiberin“ ist: KARIN BURGER.

Vermutlich redet sich Jenna Santini tapfer ein, allein die Tatsache, mich in ihrem Artikel namentlich nicht genannt zu haben, stelle sie von den journalistischen Sorgfaltspflichten frei? Sie würfe dann einen Blick in die laufende Rechtsprechung, könnte sie sich rasch von dieser Selbsttäuschung befreien. Die nämlich sieht schon dann eine Persönlichkeitsrechte-Verletzung vor, wenn derjenige, über den nicht-namentlich berichtet wird, aus der Berichterstattung heraus zweifelsfrei identifizierbar ist.

Und mit den zu meiner Person gemachten Angaben im Südkurier-Beitrag und den Suchbegriffen „offener Brief“ und „Salem“ wirft Google an erster und zweiter Stelle die zutreffenden Ergebnisse aus:

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Bildzitat Screenshot Google-Suche mit den Suchbegriffen „offener Brief“ und „Salem“: Natürlich wirft die Suchmaschine dazu an erster und zweiter Stelle die beiden betreffenden Beiträge auf meinem Blog SatireSenf.de aus. Damit bin ich als Berichtsgegenstand des Südkurier-Artikels ohnehin zweifelsfrei identifizierbar, was mir das Recht auf Stellungnahme einräumt. Stattdessen zitiert der Südkurier-Artikel Redundantes aus der Stellungnahme des CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Franz Jehle.

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Der Südkurier verletzt also erneut meine Rechte!

Dabei hätte ich gar nichts dagegen gehabt, namentlich genannt zu werden. Als „Publizistin“, hauptberufliche „Journalistin“, „Satirikerin“, „Bloggerin“, die sich permanent in der Öffentlichkeit bewegt, habe ich keinen Anspruch auf Nichtnennung – und will ihn naturgemäß auch gar nicht. (Attention Frau Santini: Sie dürfen die in Anführungszeichen gesetzten Begriffe gern in Ihr dürftiges Lexikon übernehmen, um sich so sprachliche Bankrotterklärungen wie „Blogschreiberin“ zu ersparen und mithin auch nicht an meiner Ehre zu knabbern!)

Aber natürlich: Der Südkurier „muss“ zwar über einen der momentan heißesten Skandale in Salem berichten, will aber natürlich keine Werbung für einen Blog machen, auf dem er – ebenso wie die SchwäZ– pausenlos kritisiert wird.

Und: Aus der Paarung <Südkurier> und <Karin Burger> wird ohnehin keine Liebesgeschichte mehr …

Sich aber derart schäbig aus der Affäre zu ziehen … problematisch. Wenn ich auf demselben Einschüchterung-durch-Abmahnung-Pferd unterwegs wäre wie Bürgermeister Manfred Härle, gleichzeitig aber bessere Anwälte zur Hand habe (merke auf: kein Konjunktiv!), müsste der Südkurier die nächste Abmahnung gewärtigen.

Woran mir nicht gelegen ist: Denn ich schreibe vorzüglich selbst über mich selbst!

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Südkurier-Leser werden nicht über den aktuellen Stand informiert

Das alles zusammen mit den nochmal vermehrten Zugriffen auf die beiden in diesem Zusammenhang relevanten SaSe-Beiträge (TS76/20 und TS89/20) seit Erscheinen des Artikels könnte man in dem Fall noch durchgehen lassen, wenn Santini die Südkurier-Leser wenigstens auf dem aktuellen Stand der Dinge informieren würde. Aber selbst das tut sie nicht.

Der Artikel erweckt den Eindruck, die Gemeinde Salem würde jetzt/gerade/demnächst/im Moment „rechtliche Schritte gegen eine“  … [man nennt so etwas: „Bloggerin“] ergreifen. Der Südkurier unterschlägt seinen Lesern die zentrale und wichtige Information, dass die Gemeinde Salem es tatsächlich versucht hat, bisher jedoch mehr als kläglich damit gescheitert ist. DAS ist die eigentliche Story!

Auch die wahrhaft hanebüchene Behauptung der Gemeinde Salem, die Erklärung für die Meta-Daten in der Pressemitteilung der (angeblich) CDU Salem liege in einer vor vielen Jahren großzügig verteilten WORD-Dokumenten-VORLAGE, lässt der Südkurier unkommentiert stehen. Jeder, der schon einmal einen Computer angemacht und Word-Dokumente verfasst hat, kann diese Erklärung durch einen Selbstversuch ad absurdum führen.

Außerdem: Kein Mensch verschickt WORD-Dokumenten-VORLAGEN! Und wenn er es tut, ändert das Textverarbeitungsprogramm Word schon bei der ersten Bearbeitung dieses Dokuments doch tatsächlich und aus eigener Initiative/Programmierung den Autorennamen.

Was immer die Meta-Daten (von einem Mitarbeiter des Rathauses) in der angeblichen Pressemitteilung der CDU erklärt, DAS, was die Gemeinde Salem behauptet und der Südkurier rührungslos kolportiert, tut es nicht!

Auch der Geistesblitz nahezu Einstein’scher Dimension von Bürgermeister Manfred Härle und der CDU Salem, Informationen eines Blogs mit dem unheilschwangeren Blognamen „SatireSenf“ seien „Fake News“, soll nicht ungewürdigt bleiben. Da muss man erst mal drauf kommen! (Und man darf sich nicht schämen, sich des Diskreditierungsinstrumentariums eines Donald Trump zu bedienen!)

Doch zurück zum Desinformationspotential des Südkurier-Artikels. Das rundet ab:

Der CDU-Ortsverbandsvorsitzende [Franz Jehle – Ergänzung K. B.] schreibt abschließend: „Sowohl ich als CDU-Ortsverbandsvorsitzender als auch die CDU-Fraktionsvorsitzende, Petra Herter, stehen hinter der Pressemitteilung zur Eilentscheidung der Vergabe der Landschaftsbauarbeiten für die neue Gemeindemitte. Daran hat sich nichts geändert.“

(Südkurier 01.07.2020: „Darum hat die Gemeinde Salem rechtliche Schritte gegen eine Blogschreiberin ergriffen“)

Vielleicht hätte Frau Santini doch besser persönlich mit der CDU-Fraktionsvorsitzenden Petra Herter sprechen sollen? So, wie ich es zum Beispiel am 26. Mai 2020 getan hatte? Dort nämlich hatte Petra Herter, hörbar enorm verstimmt über das Vorgehen ihrer Parteikollegen erklärt: „Die Pressemitteilung ist an unserer Fraktion vorbeigelaufen.“

Dass sich die Fraktionsprecherin nachträglich und nachdem dieser Skandal nun doch enorme Dimensionen angenommen hatte, hinter ihre Partei stellt: keine Überraschung! Und vor allem: kein Beleg. Für nix.

Aber ich will ja nicht undankbar sein: Also ein herzliches Merci an die Südkurier-Redaktion Überlingen für die nochmals gepushten Zugriffe auf meine beiden Artikel über die „Pressemitteilung der CDU Salem“, deren Meta-Daten einen Mitarbeiter des Rathauses als Autor ausweisen.

Aber auch meine Geduld mit den Persönlichkeitsrechteverletzungen durch den Südkurier ist nicht unendlich …

 


Sonntag, 10. Mai 2020

TS76/20: Offener Brief an den CDU-Ortsverband Salem: Wieso schreibt ein Rathaus-Mitarbeiter Ihre Pressemitteilung?

Sehr geehrter Herr Franz Jehle,

bitte verzeihen Sie die Form des „offenen Briefes“ für meine scheue Kontaktaufnahme mit Ihnen in Ihrer Eigenschaft als Vorsitzender der CDU Salem. Aber von der Gemeinde Wain (Landkreis Biberach) und aus Spaichingen (Landkreis Tuttlingen) hatte ich als Publizistin zu lernen, dass sogenannte offene Briefe in der Kommunalpolitik immer final markieren, wenn die Kacke so richtig am Dampfen ist.

Und dieser Befund Wärme abgebender Hinterlassenschaft lässt sich für die aktuellen Zustände in Salem doch durchaus konstatieren? Also die Zustände, die eingetreten sind, nachdem der Salemer Bürgermeister Manfred Härle (gehört witzigerweise zur selben Partei wie Sie!) meinte, im Windschatten von Corona ohne Beteiligung des Gemeinderats eine sogenannte Eilentscheidung über sage und schreibe 3,4 Millionen Euro fällen zu müssen.  (Hier lesen sich SaSe-Leser zum Thema ein).

Besonders hässlich an der Causa: Nun rafft sich der Südkurier schon einmal zu zarter Kritik auf, da unterläuft ihm leider noch ein Fehler hinsichtlich der erlaubten oder nicht statthaften Zahlengrenzen für derlei „Eilentscheidungen“. Den Südkurier-Kollegen neigt sich mein vollstes Verständnis zu: Bei der Komplexität des heutzutage in Deutschland geltenden Verwaltungsrechts als Journalist*in hier einen Fehler zu machen, ist nahezu unvermeidlich. Fragen Sie besser nicht, wie oft mir das schon passiert ist. Und der Südkurier hat diesen Fehler  ja auch formvollendet richtiggestellt.

Aber am langen Ende von jeder Menge Südkurier-Artikel, gleich zweifach erfolgenden Anfragen an das Landratsamt Bodenseekreis und einem erfrischend Demokratie stärkenden Kommentar der Südkurier-Redakteurin Jenna Santini, kamen ja endlich Sie daher!

Wow, so eine tolle „Pressemitteilung  des CDU-Ortsverbands Salem“. Davon muss die Welt Kunde erhalten, weshalb ich das bemerkenswerte Dokument hier im Original verlinke. Mitsamt dessen Meta-Daten.

Darin schreiben Sie unter vielen anderen bumswichtigen Dingen und zur moralischen Orientierungen aller niederen Existenzformen:

Und wenn es um die Kritik an einer Person des öffentlichen Lebens geht, dann hat der CDU – Ortsverband Salem den Wunsch und die Bitte, dass der Sachverhalt im Vorfeld gründlich recherchiert und aufgearbeitet wird, um Halb- und Unwahrheiten möglichst zu vermeiden.

(„Pressemitteilung des „CDU-Ortsverbandes Salem : CDU steht hinter Eilentscheidung des Bürgermeisters“; Hervorhebg. K. B.)

Sie haben ja soo Recht! Sie wissen gar nicht, wie Recht Sie haben. In aller Bescheidenheit weise ich darauf hin, dass auch ich in meinem publizistischen Gesamtwerk wieder und wieder die Bedeutung gründlicher Recherche betone.

Sozusagen mit Ihrem ganz persönlichen Segen habe ich dann mal zu der angeblichen Pressemitteilung des CDU-Ortsverbandes Salem „gründlich recherchiert“, um „Halb- und Unwahrheiten möglichst zu vermeiden“.

Und jetzt bin ich völlig verstört. Vielleicht wissen Sie (nicht?), dass digitale Dokumente sogenannte Meta-Daten enthalten. Die geben dann zum Beispiel Auskunft darüber, wann und vor allem wer ein Dokument verfasst hat. Personen, denen es an der Manipulation der Öffentlichkeit gelegen ist, sind deshalb gut beraten, diese Meta-Daten – etwa eines pdf-Dokumentes, das angeblich vom CDU-Ortsverband Salem stammt – vorher gleichfalls zu manipulieren.

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Bildzitat Screenshot der Meta-Daten zur angeblichen Pressemitteilung des CDU-Ortsverband Salem mit dem schönen Titel: „CDU steht hinter Eilentscheidung des Bürgermeisters“. Das Dokument wurde erstellt am mittigen Vormittag des Montags mit Namen 18. Mai 2020 um 10.14 Uhr. Irritierend auch der Dokument-Titel, der sich nun wiederum auf das „Grußwort zur Vernissage Kulturfestival“ bezieht – ein weiterer Beleg für Rathaustätigkeiten? Den Speicherort auf meinem PC habe ich mir erlaubt, mit grauem Balken unkenntlich zu machen.

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Aber ich bin völlig zuversichtlich, dass Sie als Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Salem und als Sachwalter von „gründlicher Recherche“ und der strikten Vermeidung von „Halb- und Unwahrheiten“ mir und der durch meinen Blog hergestellten Öffentlichkeit erklären können, warum in den Meta-Daten dieser angeblichen CDU-Ortsverband-Salem-Pressemitteilung als Autor ein gewisser Herr B. genannt ist.  Herr B. ist nach meinen Rechercheergebnissen, die aber vermutlich niemals an Ihre hehren Ansprüche zu dieser Tätigkeit heranreichen werden, stellvertretender Amtsleiter im Rathaus Salem.

Erstellt hat Herr B. das Dokument am 18. Mai 2020 um 10.14 Uhr. Das war ein Montag. Vormittags. Normale Arbeitszeit in Rathäusern und so. Also ich kann es mir ja nicht vorstellen, aber denken Sie, dass hier möglicherweise CDU-Parteiarbeit auf Steuerzahler-Kosten von Rathausmitarbeitern während üblicher Geschäfts- und Amtszeiten erledigt wird? Niemals!

Vergeben Sie mir die scheue Frage: Wieso schreibt ein Mitarbeiter von Bürgermeister Manfred Härle eine Pressemitteilung des CDU-Ortsverbands Salem, die den völlig unverdächtigen Titel trägt: „CDU  steht hinter Eilentscheidung des Bürgermeisters“.

Ich bin verwirrt: Wer steht hinter wem? Und für wen ist das dann noch eine Überraschung?

Erschwerend kommt für mich hinzu, dass die Fraktionssprecherin der CDU Salem mir heute am Telefon die Auskunft erteilt, dass diese angebliche CDU-Pressemitteilung vorher nicht mit ihr (also der CDU-Fraktion im Salemer Gemeinderat) abgesprochen worden sei. Wörtlich lautete ihre Auskunft: „Die Pressemitteilung ist an unserer Fraktion vorbeigelaufen.“ Die Fraktionssprecherin Petra Herter schränkte diese Auskunft zwar insoweit noch ein, dass sie heute Abend (25.05.2020) in einer CDU-Fraktionssitzung gern noch die Kollegen fragen möchte, ob die VOR (!) dem Versand dieser Mitteilung an die Presse je von diesem „CDU steht hinter Eilentscheidung des Bürgermeisters“-Pamphlet gehört hätten.

Nennen Sie mich ignorant: Aber wenn die Fraktionssprecherin selbst schon nichts davon weiß, würde mich persönlich das Wissen weiterer CDU-Gemeinderäte auch nicht so arg beeindrucken?

Finden Sie es nicht etwas schäbig, meinen Südkurier-Kollegen wegen eines nicht banalen Fehlers am Zeuge zu flicken (upps – wer schreibt?), während Sie noch nicht einmal eine Pressemitteilung verfassen können? Also ich meine: selbst schreiben können?

Ich überlasse es jetzt ganz Ihnen und Herrn B. oder auch Herrn Bürgermeister Manfred Härle, welcher der Herren, die ja offensichtlich gemeinschaftlich unter dem Label „CDU-Ortverband Salem“ firmieren, mir antworten und das Mysterium klären möchten.

Selbstverständlich kommt Ihre, ihre oder seine Stellungnahme ungekürzt auf diesem Blog zum Abdruck.

Wir hören?

Mit freundlichen Grüßen

Karin Burger

Redaktion SatireSenf.de

 

Eingefügt aus <https://satiresenf.de/ts76-20-offener-brief-an-den-cdu-ortsverband-salem-wieso-schreibt-ein-rathaus-mitarbeiter-ihre-pressemitteilung/>

 


Samstag, 28. Dezember 2019

Presseschau: Stuttgarter Zeitung, 28. November 2019: Flächenfraß am Bodensee

Wird auch die zweite Reihe zugebaut?

Salem mit dem weltberühmten Schloss und dem Affenber ggehört zu den wichtigsten Touristenzielen am Bodensee. Jetzt soll dort ein großer Gewerbestandort ausgewiesen werden. Doch das Wachstum stößt an Grenzen - und auf Protest.


Mittwoch, 4. Dezember 2019

Presseschau: Kontext Wochenzeitung, 04. Dezember 2019: Die letzte Schlacht am Flächenbuffet

Auch die bekannte Bloggerin von SatireSenf, Karin Burger, hat ihren Senf zum Regionalplan beigetragen.

Erschienen in der Ausgabe 453 vom Dezember 2019 / Kontext"


Ach wie schön ist's am See. So viel Grün, so viel Natur. Auf den Postkarten.

Tatsächlich verhökert der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben hektarweise Grünzüge für Gewerbe – Klimawandel hin oder her........

Das Fazit der Naturschützer: Für einen Flächenfraß dieser Dimension, rückgekoppelt an die globalen Verhältnisse, würde man drei – in Zahlen: 3 – Erden benötigen.
Der kritische Denker erkennt sofort: das wird knapp. Ein Büfettbeschicker, der so disponiert, rechnet ganz offensichtlich nicht mehr damit, noch häufiger auftischen zu müssen....

Der Text in voller Länge:

https://www.kontextwochenzeitung.de/politik/453/die-letzte-schlacht-am-flaechenbuefett-6367.html 


Sonntag, 27. Oktober 2019

Presseschau: Südkurier, 27. Oktober 2019: Zur Abstimmung im Gemeinderat

Aktionsbündnis Grünzug hadert mit Entscheidung aber sieht im Rat trotzdem ein Umdenken zu ökologischerem Handeln

Grafik zum Abstimmungsergebnis im Gemeinderat Salem von P. Karg / GrünesSalem.de

Nach knappem Abstimmungsergebnis für die Freihaltung von Gewerbeflächen erklären die beiden abwesenden Gemeinderäte, Prinz Leopold von Baden und Leonard Straub, den Grund ihres Fernbleibens. Sie wären das Zünglein an der Waage gewesen. 

 
 


Dienstag, 22. Oktober 2019

Schützenhilfe von Niko Paech

Renommierter Ökonom unterstützt Forderungen des Aktionsbündnisses Grünzug Salem

Das Aktionsbündnis Grünzug Salem hat prominente Unterstützung erhalten.
Der international für
seine Forschungen zur Postwachstumsökonomie bekannte Wirtschaftswissenschaftler Niko Paech
hat sich klar gegen die Fortschreibung des Regionalplans für Salem positioniert. In seiner
Stellungnahme schreibt der mehrfach ausgezeichnete Professor der Universität Siegen:
"Die Bundesrepublik leidet unter einem inzwischen schon gefährlichen Schwund an Natur,
insbesondere an unversiegelter Fläche. Dies wächst sich längst zu einem Knappheitsszenario aus.

Nicht ein Mangel an Güterwohlstand, sondern an ökologischer Überlebensfähigkeit markiert die
ökonomische Problemlage. Vor diesem Hintergrund ist es an Unverantwortlichkeit und
wirtschaftlicher Irrationalität kaum zu überbieten, wenn weiterhin Gewerbe- und Wohngebiete
erschlossen werden."

Den für Salem geplanten Schwerpunkt für Industrie und Gewerbe mit der Versiegelung neuer
Gewerbeflächen innerhalb des geschützten Grünzugs nennt Paech einen "aus der Zeit gefallenen
Schildbürgerstreich
". "Das sei", so erläutert der Volkswirt weiter "genauso, als würde jemand sein
Haus anzünden, um sich am Feuer die Hände zu wärmen."

Zur Gemeinderatssitzung am 22.10.2019, in der die Gemeinderäte über ihre Stellungnahme zur
Fortschreibung des Regionalplans abstimmen, wird auch Herr Franke als Verbandsdirektor erwartet
und den Regionalplan noch einmal erläutern. Das Aktionsbündnis Grünzug ist gespannt, welche
Antwort er und die Räte auf derart deutliche Worte aus der Wissenschaft haben.

Montag, 21. Oktober 2019

Presseschau: Südkurier, 21. Oktober 2019: Widerstand gegen den Flächenfraß wächst

Das steckt hinter der Kontroverse um die Gewerbegebiete in Salem und Owingen

"Stoppt den Flächenfraß" fordert das Aktionsbündnis Grünzug in Salem. Die Kritik richtet sich gegen den Regionalplan, beziehungsweise das, was im neuen Plan bei Neufrach angedacht ist, nämlich eine 27 Hektar große Vorrangfläche für Gewerbebetriebe. Der Plan wird in nächster Zeit fortgeschrieben, betrifft die ganze Region, und führt auch in Owingen und der Region zu teilweise heftigen Diskussionen.

 
 
 


Mittwoch, 16. Oktober 2019

Presseschau: Südkurier, 16. Oktober 2019: Maßnahmen für Erhalt des Grünzuges

Das Aktionsbündnis Grünzug sammelt weiterhin Unterschriften gegen die Ausweisung eines Vorranggebietes für Industrie und Gewerbe in Salem. Zudem hat es an das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg geschrieben. Das Ministerium ist die Behörde, die die Regionalpläne am Ende genehmigt. 



Mittwoch, 25. September 2019

Presseschau: Schwäbische Zeitung, 25. September 2019: Salemer wehren sich gegen neuen Regionalplan

Grünzug statt Gewerbe

Das Aktionsbündnis Grünzug Salem hat einen Einwohnerantrag gestellt. Es will damit erreichen, dass die Gemeinde sich für den Erhalt eines Grünzugs zwischen Neufrach und Buggensegel ausspricht. 


Dienstag, 24. September 2019

Freitag, 13. September 2019

Presseschau: Südkurier, 13. September 2019 Unterschriftensammlung

Aktionsbündnis Grünzug sammelt noch bis 21. September Unterschriften

Das Aktionsbündnis Grünzug Salem hat an der Landesstraße zwischen Neufrach und Bermatingen ein Banner "Jetzt unterschreiben" aufgestellt. Bis zum 21. September werden noch weiter Unterschriften für den Einwohnerantrag gesammelt.


 
 

Montag, 5. August 2019

Am 5.8.19 ist es soweit: Der Einwohnerantrag wird übergeben

 


Übergabe der Unterschriftenlisten durch Munira Saarmann und Margret Böttcher an die beiden Bürgermeisterstellvertreterinnen Petra Karg und Stephanie Straßer