Zum Vergleich: Der per Plausibilitätspapier errechnete Bedarf für die nächsten 15 -20 Jahre sind 503 ha
Mittwoch, 13. Januar 2021
§ 13b - eine Katastrophe für Naturschutz und Landwirtschaft
Zum Vergleich: Der per Plausibilitätspapier errechnete Bedarf für die nächsten 15 -20 Jahre sind 503 ha
In der Diskussion um den Regionalplan werden Äpfel und Birnen verwechselt.
Eine Pressemitteilung des Aktionsbündnis Grünzug Salem
In einer der letzten Ausgabe des Salem aktuell (Ausgabe Nr. 46 vom 6.11.20) hat Herr Eglauer sich für die SPD-Fraktion positiv über den Regionalplan und die Erweiterung des bestehenden Gewerbegebietes um 27,4 ha geäußert, weil damit dem heimischen Gewerbe der nötige Platz für Wachstum gesichert werde.
Leider ist das nur die halbe Wahrheit. Die geplanten 27,4 ha gehören nämlich zu den „regionalbedeutsamen Gewerbeschwerpunkten“ und nicht zu den lokalen Gewerbeflächen.
Von ersteren hat Salem fast ein Viertel der gesamt im Bodenseekreis ausgewiesenen Fläche erhalten, von dem zweiteren Null. Faktisch müssen sich damit auch regionale Unternehmen aus Salem auf Raum im regionalbedeutsamen Schwerpunkt bewerben – und konkurrieren hier auf Dauer sicher auch mit nicht ortsansässigen Bewerbern.
Damit aber nicht genug: wer die Neuauflage des Regionalplans genau liest, findet dort jetzt folgenden Grundsatz:
„(6) Im Rahmen der kommunalen Bauleitplanung soll sichergestellt werden, dass innerhalb der Vorranggebiete für Industrie und Gewerbe in ausreichendem Umfang Industriebetriebe gemäß § 9 BauNVO ausgewiesen werden. Insbesondere für bereits an anderer Stelle vorhandene, störende Betriebe soll eine Verlagerung in regionalbedeutsame Schwerpunkte für Industrie und Gewerbe im jeweiligen Teilraum ermöglicht werden.“
Wenn Salem – wie im Regionalplan weiterhin vorgesehen – zum Schwerpunkt für Industrie und Gewerbe aufgestuft wird, wird es nicht lange dauern, bis Bedarfe der Nachbargemeinden aus dem Kreis auf Flächen in unserem Salemer Gewerbegebiet gedeckt werden müssen, weil Salem dann als Unterzentrum auch entsprechende Pflichten hat.
Salem verlöre dann nicht nur den klimatisch bedeutsamen Grünzug, sondern „gewänne“ im Gegenzug auch noch „störende“ Betriebe, d.h. solche mit vielen Emissionen hohem Lärmaufkommen u.ä. – von dem zusätzlichen (Schwer-)Verkehrsaufkommen ganz zu schweigen. Sicher möchte ein Großteil der Salemer Bürgerschaft dies nicht.
Suzan Hahnemann für das Aktionsbündnis Grünzug Salem
Sonntag, 10. Januar 2021
Samstag, 5. Dezember 2020
Aktionen: Am 5. Dezember ist Weltbodentag!
Der Tag für unsere am meisten unterschätzte Ressource!
Das Aktionsbündnis Grünzug Salem und der BUND Salem nehmen den Weltbodentag zum Anlass, mit einer Fotoaktion auf den drohenden Verlust von 27,4 Hektar bester landwirtschaftlicher Böden vor Ort hinzuweisen. Sie möchten damit den Forderungen der Naturschutzverbände und den knapp 1.500 Unterschriften engagierter Bürgerinnen und Bürger aus Salem gegen die Fortschreibung des Regionalplanes Nachdruck verleihen.
Mit der leichtfertigen Zerstörung wertvoller Böden werden Fakten geschaffen, die unumkehrbar sind. Seit 1992 gingen in Deutschland allein 1,35 Mio ha landwirtschaftlicher Flächen verloren – das entspricht 20 mal der Fläche des Bodenseekreises oder 25 mal der Fläche des Bodensees.
Bereits 2002 hatte sich die Bundesregierung eine Netto-Null-Neuversiegelung von Böden als Ziel gesetzt – dennoch verbrauchen wir auch heute noch das Doppelte dessen, was einmal für 2020 angestrebt war. Das sind schlechte Nachrichten für die regionale Ernährungssicherung, für biologische Lebensräume, für die Grundwasser-Neubildung und die immer noch unterschätzte klimatische Ausgleichsfunktion unserer Böden.
Freitag, 4. Dezember 2020
Presseschau: Schwäbische Zeitung, 04. Dezember 2020: Mit Fotoaktion gegen Versiegelung von Böden
Das Aktionsbündnis Grünzug Salem und der Bund Salem nehmen den Weltbodentag am Samstag, 5. Dezember, zum Anlass, mit einer Fotoaktion auf den drohenden Verlust von 27,4 Hektar aus ihrer Sicht "bester landwirtschaftlicher Böden vor Ort hinzuweisen", wie die Umweltschützer in einer Pressemitteilung schreiben.
Freitag, 20. November 2020
Salem aktuell – Keine erneute Diskussion notwendig? Teil 2
Welche Änderungen bringt die 2. Offenlage der Fortschreibung des Regionalplans für Salem?
1.: Eine direkte
Änderung ergibt sich für Salem in der Stärke
der Wohnbebauung. Im Gegensatz zur ersten Offenlage, in welcher nur die
Neue Mitte als Siedlungsbereich ausgewiesen wurde, werden nun gleich drei Teilorte,
nämlich Stefansfeld, Mimmenhausen und Neufrach als Siedlungsbereiche
festgelegt. Siedlungsbereiche werden mit höheren Flächenzuschlägen bedacht, um
die Siedlungstätigkeit gezielt in diese Gebiete zu lenken. Bemerkenswert:
Bermatingen wurde im zweiten Entwurf als Siedlungsbereich gestrichen, d.h. die
Entwicklung konzentriert sich verstärkt auf Salem.
Ebenso verhält es sich mit den Entwicklungsachsen und den
Schwerpunkten für Industrie und Gewerbe:
2.: Regionale
Entwicklungsachsen wurden aus der Planung genommen. Hier ist eine
Konzentration auf die Landesentwicklungsachse über Salem zu verzeichnen.
3.: Die regional bedeutsamen Schwerpunkte für
Industrie und Gewerbe Kressbronn (26 ha) und Uhldingen-Mühlhofen (11 ha),
wurden im Zuge der zweiten Offenlage ebenfalls aus der Planung gestrichen. D.h.
der Druck aus der Region wird auch in diesem Bereich nun noch stärker auf den regional
bedeutsamen Schwerpunkt für Industrie und Gewerbe Salem ausgerichtet sein.
Insgesamt übernimmt Salem also mit der
-
Verlegung der Landesentwicklungsachse,
-
der Einstufung als Unterzentrum,
-
der Ausweisung als
Siedlungsbereich der Teilorte Neufrach, Stefansfeld und Mimmenhausen
-
und der Ausweisung des VRG für
Industrie und Gewerbe
eine wesentliche Rolle bei der Entlastung der ersten Reihe
am Bodensee. Eine Rolle, für die die erforderliche Infrastruktur nicht gegeben
ist. Der Regionalverband verweist hierzu auf die Anbindung an die Schiene. Für
den Planungszeitraum (15 Jahre) steht jedoch weder eine leistungsfähige
Schienenverbindung noch ein leistungsfähiges Straßennetz zur Verfügung.
Vor dem Hintergrund dieser Fakten müssen wir uns
fragen, ob eine erneute Diskussion tatsächlich nicht notwendig ist.
Für die Fraktionsmitteilungen ist ein Umfang von
maximal 2000 Zeichen vorgesehen, für weitergehende Infos zur kommunalen Planungshoheit verweisen wir
daher auf www.gruene-salem.de
Für die GoL-Fraktion: Ulrike Lenski
Montag, 16. November 2020
Die Naturschutzverbände (ver)zweifeln am neuen Regionalplan
Das ist der neueste Flyer der Umweltverbände zum Thema Regionalplan-Fortschreibung.
Zugegeben: Es ist keine leichte Kost sondern sehr komplex.
Und
man könnte bemängeln, dass auf Ebene des Regionalverbandes bis hin zu
den Kommunen keine sichtbaren Anstrengungen unternommen werden, das
Thema für die Bürger zu durchleuchten.
Eher hat man den Eindruck der bereitwilligen Vernebelung....
Die Erstellerin, Barbara Herzig vom BUND Saulgau, schreibt zum Flyer:
"Die globalen Umwelt-, Klima- und Biodiversitätskrisen
erfordern unser konsequentes, tatkräftiges Handeln. Leider scheint dies bei vielen EntscheidungsträgerInnen
in der Politik, gerade auch in der Kommunalpolitik, noch nicht ausreichend
angekommen zu sein.. ..
Grüne Lippenbekenntnisse hören wir oft, tatsächliche Umsetzung
von nachhaltigen Lösungen sehen wir noch viel zu selten."
Der
Regionalverband Bodensee-Oberschwaben will die Fortschreibung des
Regionalverbandes so schnell wie möglich durchziehen, im Sommer 2021
soll er verabschiedet werden, weil dann Hr. Regionaldirektor Franke endgültig in Rente geht.
Ungeachtet
akuter Problemstellungen
wie Klimakrise, Artensterben, Flächenfraß und Dürre hält er mit seinen
Getreuen am "Wachstumsdenken" der letzten Jahrzehnte fest und riskiert
damit,
wertvolle Ressourcen unwiederbringlich zu zerstören.
In
der letzten Sitzung erklärte Regionaldirektor Franke tatsächlich: "Wir
hätten ja wirklich furchtbar gerne mehr Klimaschutz eingebaut - aber es
gibt keine Gesetze dafür!"
Ja ist Klimaschutz denn verboten und wir haben`s noch nicht gemerkt?
Auf der Seite des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg findet sich dagegen folgende Erklärung:
"Des Weiteren sieht das Gesetz vor, dass die unvermeidbaren Auswirkungen des Klimawandels mit Hilfe einer landesweiten Anpassungsstrategie zu begrenzen sind. Denn selbst wenn es uns gelingt, den Klimawandel weitgehend aufzuhalten, sind weitreichende ökologische und ökonomische Folgen zu erwarten. Wir müssen deshalb in verschiedenen Handlungsfeldern rechtzeitig Vorkehrungen planen und umsetzen.
Die Landesregierung hat die Anpassungsstrategie Baden-Württemberg 2015 verabschiedet.
Die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand und die allgemeine Verpflichtung jedes einzelnen, im Rahmen seiner Möglichkeiten zur Verwirklichung der Klimaschutzziele beizutragen, sind weitere Elemente des Klimaschutzgesetzes."
mehr dazu auf dem Blog des ABÜ Zukunftsfähiger Regionalplan www.ländle4future.de
Unterschriftenaktion und Flyer: https://fairwandel-sig.de/regionalplan/
Freitag, 13. November 2020
Salem aktuell – Keine erneute Diskussion notwendig?
Ulrike Lenski aus der GoL nimmt als Mitglied des Regionalverbandes
(RVBO) an den Sitzungen teil und berichtet nachstehend für Sie:
Richtig
ist, Salem soll wie gehabt als Unterzentrum eingestuft, die Landesentwicklungsachse
weiterhin über Salem gelegt und das Vorranggebiet für Industrie und
Gewerbe mit zusätzlichen 27,1 ha ausgewiesen werden.
Unzutreffend
ist jedoch, dass ohne das Vorranggebiet für Salem kein einziger qm zur
Verfügung gestanden hätte, denn der RVBO weist neben den Vorranggebieten noch weitere
400 ha zur dezentralen Deckung der lokalen Bedarfe der Kommunen aus. Hier
wäre auch Salem versorgt worden.
Die zweite Offenlage beinhaltet
direkte und indirekte Änderungen mit weiteren gravierenden Folgen für Salem:
Salem soll nun noch stärker als im ersten Entwurf eine zentrale Rolle bei der
Entlastung des Bodenseeufers übernehmen, denn während der übergeordnete
Landesentwicklungsplan zur Entlastung der ersten Bodensee-Reihe den Fokus auf
Pfullendorf legte, will der RVBO nun die Achse Markdorf - Salem - Überlingen priorisieren.
Herr BM Härle steht innerhalb des Verbandes hinter dieser Position. Konträr
dazu verweist er im Gemeinderat auf die "kommunale Planungshoheit“. Dabei
bleibt unerwähnt, dass im Zuge der zweiten Offenlage ein neuer Grundsatz
(genannt „G6“) in die Fortschreibung aufgenommen wurde: „Im Rahmen der
kommunalen Bauleitplanung soll sichergestellt werden, dass (…) Industriegebiete
(…) ausgewiesen werden. Insbesondere für bereits an anderer Stelle vorhandene,
störende Betriebe soll eine Verlagerung in regionalbedeutsame Schwerpunkte für
Industrie und Gewerbe im jeweiligen Teilraum ermöglicht werden.“ Würde dieser
Grundsatz „G6“ im weiteren Verfahren zur Zielformulierung umgewandelt, wäre die
„kommunale Planungshoheit“ ausgehebelt.
KW 46.2020 Rubrik: Mitteilungen der Grünen offenen Liste (GoL)
Donnerstag, 10. September 2020
Zur Bürgermeisterwahl 2020
AKTIONSBÜNDNIS UNTERSTÜTZT TRANSPARENZ
Das Aktionsbündnis Grünzug Salem versteht sich als ein
Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern Salems, die das stetig
fortschreitende Wachstum, das mit dem Regionalplanentwurf weiterverfolgt
wird, auch in anderen Bereichen kritisch hinterfragt und diesbezüglich
alternative Vorschläge in die Diskussion einbringt.
Mit der Bürgermeisterwahl am 27. September 2020
ergibt sich die Chance, alle – den sich wieder bewerbenden Amtsinhaber
Manfred Härle, die Kandidatin Birgit Baur und den Kandidaten Dr. Roland
Martin – auf den Zahn zu fühlen. Welche Aufgaben und Ziele sehen sie in
der Gemeinde für die nächsten Jahre und darüber hinaus?
Aus diesem
Grund wurde Mitte August vom Aktionsbündnis ein Anschreiben an alle
derzeitig bekannten drei Bewerber*Innen geschickt mit 6 Fragen zu den
aus unserer Sicht brennendsten Themen. (Da die Bewerbungsfrist bis zum
31. August läuft, sind noch weitere Bewerber*innen möglich).
Dies sind unsere Fragen zur Bürgermeisterwahl 2020:
1. Salem hat zwei Bürgerentscheide hinter sich, zum damals geplanten MTU-Logistikzentrum und dem Bildungszentrum. Im vergangenen Jahr hat sich die Bürgerschaft bei der Frage um die gewerbliche Nutzung des geschützten Grünzugs weiter polarisiert. Wie wollen Sie dieser Spaltung innerhalb der Einwohnerschaft begegnen und wieder ein stärkeres Miteinander schaffen?
2. Die Bürgerbeteiligung zur Planung und Gestaltung der Neuen
Mitte ist für viele Salemerinnen und Salemer enttäuschend verlaufen. Wie
sieht für Sie eine ernsthafte und wertschätzende Bürgerbeteiligung aus?
3. Mit der Fertigstellung des Rathauses sind die Rücklagen der Gemeinde aufgebraucht. Salem hat aber einen Investitionsstau (Kläranlage, Sportplatz, BZ-Halle, Unterhalt Gemeindebauten und – straßen) in Höhe mehrerer Millionen. Wie sollen diese Projekte finanziert werden?
4. Viele Nachbargemeinden sind uns im Klimaschutz um Längen voraus. Was ist Ihr Konzept, um den ökologischen Fußabdruck Salems auf kommunaler Ebene wirksam zu verkleinern?
5. Wir wohnen, wo andere Urlaub machen. Für viele Salemer Bürgerinnen und Bürger wird das Leben in Salem jedoch immer prekärer: Steigenden Kosten stehen stagnierende oder sinkende Einkommen gegenüber, Alters- und Kinderarmut steigen, die Tafeln in Überlingen und Markdorf müssen Grundbedarfe decken. Wie wollen Sie die Lebensqualität für Salemer Einwohnerinnen und Einwohner erhöhen?
6. Was ist Ihre Vision für die erste Halbzeit der Legislaturperiode als Bürgermeisterin resp. Bürgermeister: Was wird sich in Salem ändern und was werden Sie dafür getan haben?
Die Antworten sind inzwischen eingegangen und unsere Broschüre wurde zusammen mit der Ausgabe vom 18.9.20 des Gemeindeblattes verteilt.
Freitag, 4. September 2020
Presseschau: Südkurier, 04. September 2020: GOL beantragt Verkehrsgutachten
Die Fraktion möchte wissen, wie sich unter anderem der Schwerpunkt für Gewerbe und Industrie auf den Straßenverkehr auswirkt
Presseerklärung der GOL zum Antrag Verkehrsgutachten vom 1.8.20
Die GOL sieht die Lebensqualität vieler Bürger Salems durch den massiv zunehmenden Verkehr gefährdet.
Donnerstag, 9. Juli 2020
Aus SatireSenf
TS94/20:
Salem: Südkurier-Schwurbel-News zu Berichtsreportern, Haarfriseuren und
Pferdereitern
So
etwas gibt es nur bei der Provinzpresse? Da veröffentlicht der Südkurier
einen ganzen langen Artikel über ein Thema und lässt einen der beiden
Hauptakteure noch nicht einmal zu Wort kommen. So geschehen in Salem. Dort
verfasst die Südkurier-Redakteurin Jenna Santini einen Text, bei
dem schon die Überschrift (sprachliche) Rätsel aufwirft: „Darum
hat die Gemeinde Salem rechtliche Schritte gegen eine Blogschreiberin ergriffen“.
Was
zur Hölle bitte ist eine „Blogschreiberin“? Ist das so etwas Ähnliches wie eine
„Wäschebüglerin“, eine „Stoffnäherin“ oder ein „Pflanzengärtner“?
Wir
alle haben uns inzwischen daran gewöhnt, dass die SchwäZ– und Südkurier-Redakteure
– vornehmlich in den ländlichen Redaktionen – vom Pressekodex nicht viel
halten; ihn teilweise möglicherweise nicht einmal kennen? Dabei wäre es schon
Bestandteil gesellschaftlicher Anstandsregeln demjenigen, den man zu Gegenstand
seiner Berichterstattung macht, die Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Auf
diesen Anstand ist beim Südkurier geschmissen!
Denn:
Berichtsgegenstand von Santinis oben genanntem Artikel bin: ICH! Die von der
Tautologie in der Überschrift beleidigte „Blogschreiberin“ ist: KARIN BURGER.
Vermutlich
redet sich Jenna Santini tapfer ein, allein die Tatsache, mich in ihrem Artikel
namentlich nicht genannt zu haben, stelle sie von den journalistischen
Sorgfaltspflichten frei? Sie würfe dann einen Blick in die laufende
Rechtsprechung, könnte sie sich rasch von dieser Selbsttäuschung befreien.
Die nämlich sieht schon dann eine Persönlichkeitsrechte-Verletzung vor, wenn
derjenige, über den nicht-namentlich berichtet wird, aus der Berichterstattung
heraus zweifelsfrei identifizierbar ist.
Und
mit den zu meiner Person gemachten Angaben im Südkurier-Beitrag und den
Suchbegriffen „offener Brief“ und „Salem“ wirft Google an erster und zweiter
Stelle die zutreffenden Ergebnisse aus:
*
Bildzitat
Screenshot
Google-Suche mit den Suchbegriffen „offener Brief“ und „Salem“: Natürlich
wirft die Suchmaschine dazu an erster und zweiter Stelle die beiden
betreffenden Beiträge auf meinem Blog SatireSenf.de aus. Damit
bin ich als Berichtsgegenstand des Südkurier-Artikels ohnehin
zweifelsfrei identifizierbar, was mir das Recht auf Stellungnahme einräumt.
Stattdessen zitiert der Südkurier-Artikel Redundantes aus der
Stellungnahme des CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Franz Jehle.
*
Der
Südkurier verletzt also erneut meine Rechte!
Dabei
hätte ich gar nichts dagegen gehabt, namentlich genannt zu werden. Als
„Publizistin“, hauptberufliche „Journalistin“, „Satirikerin“, „Bloggerin“, die
sich permanent in der Öffentlichkeit bewegt, habe ich keinen Anspruch auf
Nichtnennung – und will ihn naturgemäß auch gar nicht. (Attention Frau Santini:
Sie dürfen die in Anführungszeichen gesetzten Begriffe gern in Ihr dürftiges
Lexikon übernehmen, um sich so sprachliche Bankrotterklärungen wie
„Blogschreiberin“ zu ersparen und mithin auch nicht an meiner Ehre zu
knabbern!)
Aber
natürlich: Der Südkurier „muss“ zwar über einen der momentan heißesten
Skandale in Salem berichten, will aber natürlich keine Werbung für einen Blog
machen, auf dem er – ebenso wie die SchwäZ– pausenlos kritisiert wird.
Und:
Aus
der Paarung <Südkurier> und <Karin Burger> wird ohnehin keine
Liebesgeschichte mehr …
Sich
aber derart schäbig aus der Affäre zu ziehen … problematisch. Wenn ich auf
demselben Einschüchterung-durch-Abmahnung-Pferd unterwegs wäre wie Bürgermeister
Manfred Härle, gleichzeitig aber bessere Anwälte zur Hand habe (merke auf:
kein Konjunktiv!), müsste der Südkurier die nächste Abmahnung
gewärtigen.
Woran
mir nicht gelegen ist: Denn ich schreibe vorzüglich selbst über mich selbst!
*
Südkurier-Leser werden nicht über den aktuellen Stand informiert
Das
alles zusammen mit den nochmal vermehrten Zugriffen auf die beiden in diesem
Zusammenhang relevanten SaSe-Beiträge (TS76/20
und TS89/20)
seit Erscheinen des Artikels könnte man in dem Fall noch durchgehen lassen,
wenn Santini die Südkurier-Leser wenigstens auf dem aktuellen Stand der
Dinge informieren würde. Aber selbst das tut sie nicht.
Der
Artikel erweckt den Eindruck, die Gemeinde Salem würde jetzt/gerade/demnächst/im
Moment „rechtliche Schritte gegen eine“ … [man nennt so etwas:
„Bloggerin“] ergreifen. Der Südkurier unterschlägt seinen Lesern die
zentrale und wichtige Information, dass die Gemeinde Salem es tatsächlich
versucht hat, bisher jedoch mehr als kläglich damit gescheitert ist. DAS ist
die eigentliche Story!
Auch
die wahrhaft hanebüchene Behauptung der Gemeinde Salem, die Erklärung für die
Meta-Daten in der Pressemitteilung der (angeblich) CDU Salem liege in
einer vor vielen Jahren großzügig verteilten WORD-Dokumenten-VORLAGE, lässt der
Südkurier unkommentiert stehen. Jeder, der schon einmal einen Computer
angemacht und Word-Dokumente verfasst hat, kann diese Erklärung durch einen
Selbstversuch ad absurdum führen.
Außerdem:
Kein Mensch verschickt WORD-Dokumenten-VORLAGEN! Und wenn er es tut, ändert das
Textverarbeitungsprogramm Word schon bei der ersten Bearbeitung dieses
Dokuments doch tatsächlich und aus eigener Initiative/Programmierung den
Autorennamen.
Was
immer die Meta-Daten (von einem Mitarbeiter des Rathauses) in der angeblichen
Pressemitteilung der CDU erklärt, DAS, was die Gemeinde Salem behauptet und der
Südkurier rührungslos kolportiert, tut es nicht!
Auch
der Geistesblitz nahezu Einstein’scher Dimension von Bürgermeister Manfred
Härle und der CDU Salem, Informationen eines Blogs mit dem unheilschwangeren
Blognamen „SatireSenf“ seien „Fake
News“, soll nicht ungewürdigt bleiben. Da muss man erst mal drauf kommen! (Und
man darf sich nicht schämen, sich des Diskreditierungsinstrumentariums eines Donald
Trump zu bedienen!)
Doch
zurück zum Desinformationspotential des Südkurier-Artikels. Das rundet
ab:
Der
CDU-Ortsverbandsvorsitzende [Franz Jehle – Ergänzung K. B.]
schreibt abschließend: „Sowohl ich als CDU-Ortsverbandsvorsitzender als auch
die CDU-Fraktionsvorsitzende, Petra Herter, stehen hinter der Pressemitteilung
zur Eilentscheidung der Vergabe der Landschaftsbauarbeiten für die neue
Gemeindemitte. Daran hat sich nichts geändert.“
(Südkurier 01.07.2020:
„Darum
hat die Gemeinde Salem rechtliche Schritte gegen eine Blogschreiberin ergriffen“)
Vielleicht
hätte Frau Santini doch besser persönlich mit der CDU-Fraktionsvorsitzenden Petra
Herter sprechen sollen? So, wie ich es zum Beispiel am 26. Mai 2020 getan
hatte? Dort nämlich hatte Petra Herter, hörbar enorm verstimmt über das
Vorgehen ihrer Parteikollegen erklärt: „Die Pressemitteilung ist an unserer
Fraktion vorbeigelaufen.“
Dass
sich die Fraktionsprecherin nachträglich und nachdem dieser Skandal nun doch
enorme Dimensionen angenommen hatte, hinter ihre Partei stellt: keine Überraschung!
Und vor allem: kein Beleg. Für nix.
Aber
ich will ja nicht undankbar sein: Also ein herzliches Merci an die Südkurier-Redaktion
Überlingen für die nochmals gepushten Zugriffe auf meine beiden Artikel über
die „Pressemitteilung der CDU Salem“, deren Meta-Daten einen Mitarbeiter des
Rathauses als Autor ausweisen.
Aber
auch meine Geduld mit den Persönlichkeitsrechteverletzungen durch den Südkurier
ist nicht unendlich …
Sonntag, 10. Mai 2020
TS76/20:
Offener Brief an den CDU-Ortsverband Salem: Wieso schreibt ein
Rathaus-Mitarbeiter Ihre Pressemitteilung?
Sehr geehrter Herr Franz Jehle,
bitte verzeihen Sie die Form des „offenen Briefes“ für meine scheue
Kontaktaufnahme mit Ihnen in Ihrer Eigenschaft als Vorsitzender der CDU
Salem. Aber von der Gemeinde
Wain (Landkreis Biberach) und aus Spaichingen (Landkreis Tuttlingen) hatte ich als Publizistin zu lernen,
dass sogenannte offene Briefe in der Kommunalpolitik immer final markieren,
wenn die Kacke so richtig am Dampfen ist.
Und dieser Befund Wärme abgebender Hinterlassenschaft lässt sich
für die aktuellen Zustände in Salem doch durchaus konstatieren? Also die
Zustände, die eingetreten sind, nachdem der Salemer Bürgermeister Manfred
Härle (gehört witzigerweise zur selben Partei wie Sie!) meinte, im Windschatten von Corona ohne
Beteiligung des Gemeinderats eine sogenannte Eilentscheidung über sage und
schreibe 3,4 Millionen Euro fällen zu müssen. (Hier lesen sich SaSe-Leser zum Thema ein).
Besonders hässlich an der Causa: Nun rafft sich der Südkurier schon
einmal zu zarter Kritik auf, da unterläuft ihm leider noch ein Fehler
hinsichtlich der erlaubten oder nicht statthaften Zahlengrenzen für derlei „Eilentscheidungen“.
Den Südkurier-Kollegen neigt sich mein vollstes Verständnis zu: Bei
der Komplexität des heutzutage in Deutschland geltenden Verwaltungsrechts als
Journalist*in hier einen Fehler zu machen, ist nahezu unvermeidlich. Fragen Sie
besser nicht, wie oft mir das schon passiert ist. Und der Südkurier hat
diesen Fehler ja auch formvollendet
richtiggestellt.
Aber am langen Ende von jeder Menge Südkurier-Artikel,
gleich zweifach erfolgenden Anfragen an das Landratsamt Bodenseekreis und einem
erfrischend Demokratie
stärkenden Kommentar der
Südkurier-Redakteurin Jenna Santini, kamen ja endlich Sie daher!
Wow, so eine tolle „Pressemitteilung des CDU-Ortsverbands
Salem“. Davon muss die Welt Kunde erhalten, weshalb ich das bemerkenswerte
Dokument hier im Original verlinke. Mitsamt dessen Meta-Daten.
Darin schreiben Sie unter vielen anderen bumswichtigen Dingen und
zur moralischen Orientierungen aller niederen Existenzformen:
Und wenn
es um die Kritik an einer Person des öffentlichen Lebens geht, dann hat der CDU
– Ortsverband Salem den Wunsch und die Bitte, dass der Sachverhalt im
Vorfeld gründlich recherchiert und aufgearbeitet wird, um Halb- und
Unwahrheiten möglichst zu vermeiden.
(„Pressemitteilung
des „CDU-Ortsverbandes Salem : CDU steht hinter Eilentscheidung des
Bürgermeisters“; Hervorhebg. K. B.)
Sie haben ja soo Recht! Sie wissen gar nicht, wie Recht Sie haben.
In aller Bescheidenheit weise ich darauf hin, dass auch ich in meinem
publizistischen Gesamtwerk wieder und wieder die Bedeutung gründlicher
Recherche betone.
Sozusagen mit Ihrem ganz persönlichen Segen habe ich dann mal zu
der angeblichen Pressemitteilung des CDU-Ortsverbandes Salem „gründlich
recherchiert“, um „Halb- und Unwahrheiten möglichst zu vermeiden“.
Und jetzt bin ich völlig verstört. Vielleicht wissen Sie (nicht?),
dass digitale Dokumente sogenannte Meta-Daten enthalten. Die geben dann zum
Beispiel Auskunft darüber, wann und vor allem wer ein Dokument verfasst hat.
Personen, denen es an der Manipulation der Öffentlichkeit gelegen ist, sind
deshalb gut beraten, diese Meta-Daten – etwa eines pdf-Dokumentes, das
angeblich vom CDU-Ortsverband Salem stammt – vorher gleichfalls zu
manipulieren.
*
Bildzitat
Screenshot der Meta-Daten zur angeblichen Pressemitteilung des CDU-Ortsverband
Salem mit dem schönen Titel: „CDU steht hinter Eilentscheidung des
Bürgermeisters“. Das Dokument wurde erstellt am mittigen Vormittag des Montags
mit Namen 18. Mai 2020 um 10.14 Uhr. Irritierend auch der Dokument-Titel, der
sich nun wiederum auf das „Grußwort zur Vernissage Kulturfestival“ bezieht –
ein weiterer Beleg für Rathaustätigkeiten? Den Speicherort auf meinem PC
habe ich mir erlaubt, mit grauem Balken unkenntlich zu machen.
*
Aber ich bin völlig zuversichtlich, dass Sie als Vorsitzender des
CDU-Ortsverbandes Salem und als Sachwalter von „gründlicher Recherche“ und der
strikten Vermeidung von „Halb- und Unwahrheiten“ mir und der durch meinen Blog
hergestellten Öffentlichkeit erklären können, warum in den Meta-Daten dieser
angeblichen CDU-Ortsverband-Salem-Pressemitteilung als Autor ein gewisser Herr
B. genannt ist. Herr B. ist nach meinen Rechercheergebnissen, die aber
vermutlich niemals an Ihre hehren Ansprüche zu dieser Tätigkeit heranreichen
werden, stellvertretender Amtsleiter im Rathaus Salem.
Erstellt hat Herr B. das Dokument am 18. Mai 2020 um 10.14 Uhr. Das
war ein Montag. Vormittags. Normale Arbeitszeit in Rathäusern und so. Also ich
kann es mir ja nicht vorstellen, aber denken Sie, dass hier möglicherweise
CDU-Parteiarbeit auf Steuerzahler-Kosten von Rathausmitarbeitern während
üblicher Geschäfts- und Amtszeiten erledigt wird? Niemals!
Vergeben Sie mir die scheue Frage: Wieso schreibt ein Mitarbeiter
von Bürgermeister Manfred Härle eine Pressemitteilung des CDU-Ortsverbands
Salem, die den völlig unverdächtigen Titel trägt: „CDU steht hinter
Eilentscheidung des Bürgermeisters“.
Ich bin verwirrt: Wer steht hinter wem? Und für wen ist das dann
noch eine Überraschung?
Erschwerend kommt für mich hinzu, dass die Fraktionssprecherin der CDU
Salem mir heute am Telefon die Auskunft erteilt, dass diese angebliche
CDU-Pressemitteilung vorher nicht mit ihr (also der CDU-Fraktion im Salemer
Gemeinderat) abgesprochen worden sei. Wörtlich lautete ihre Auskunft: „Die
Pressemitteilung ist an unserer Fraktion vorbeigelaufen.“ Die Fraktionssprecherin
Petra Herter schränkte diese Auskunft zwar insoweit noch ein, dass sie
heute Abend (25.05.2020) in einer CDU-Fraktionssitzung gern noch die Kollegen
fragen möchte, ob die VOR (!) dem Versand dieser Mitteilung an die Presse je
von diesem „CDU steht hinter Eilentscheidung des Bürgermeisters“-Pamphlet
gehört hätten.
Nennen Sie mich ignorant: Aber wenn die Fraktionssprecherin selbst
schon nichts davon weiß, würde mich persönlich das Wissen weiterer
CDU-Gemeinderäte auch nicht so arg beeindrucken?
Finden Sie es nicht etwas schäbig, meinen Südkurier-Kollegen
wegen eines nicht banalen Fehlers am Zeuge zu flicken (upps – wer
schreibt?), während Sie noch nicht einmal eine Pressemitteilung verfassen
können? Also ich meine: selbst schreiben können?
Ich überlasse es jetzt ganz Ihnen und Herrn B. oder auch Herrn
Bürgermeister Manfred Härle, welcher der Herren, die ja offensichtlich
gemeinschaftlich unter dem Label „CDU-Ortverband Salem“ firmieren, mir
antworten und das Mysterium klären möchten.
Selbstverständlich kommt Ihre, ihre oder seine Stellungnahme
ungekürzt auf diesem Blog zum Abdruck.
Wir hören?
Mit freundlichen Grüßen
Karin Burger
Redaktion SatireSenf.de
Eingefügt aus <https://satiresenf.de/ts76-20-offener-brief-an-den-cdu-ortsverband-salem-wieso-schreibt-ein-rathaus-mitarbeiter-ihre-pressemitteilung/>
Freitag, 3. April 2020
Samstag, 28. Dezember 2019
Presseschau: Stuttgarter Zeitung, 28. November 2019: Flächenfraß am Bodensee
Wird auch die zweite Reihe zugebaut?
Mittwoch, 4. Dezember 2019
Presseschau: Kontext Wochenzeitung, 04. Dezember 2019: Die letzte Schlacht am Flächenbuffet
Auch die bekannte Bloggerin von SatireSenf, Karin Burger, hat ihren Senf zum Regionalplan beigetragen.
Erschienen in der Ausgabe 453 vom Dezember 2019 / Kontext"
Ach wie schön ist's am See. So viel Grün, so viel Natur. Auf den Postkarten.
Tatsächlich verhökert der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben hektarweise Grünzüge für Gewerbe – Klimawandel hin oder her........
Das Fazit der Naturschützer: Für einen Flächenfraß dieser Dimension, rückgekoppelt an die globalen Verhältnisse, würde man drei – in Zahlen: 3 – Erden benötigen.
Der kritische Denker erkennt sofort: das wird knapp. Ein Büfettbeschicker, der so disponiert, rechnet ganz offensichtlich nicht mehr damit, noch häufiger auftischen zu müssen....
Der Text in voller Länge:
https://www.kontextwochenzeitung.de/politik/453/die-letzte-schlacht-am-flaechenbuefett-6367.html
Donnerstag, 31. Oktober 2019
Presseschau: Südkurier, 31. Oktober 2019: Für Grünzug-Aktive ist Ökosystem nicht verhandelbar
Aktionsbündnis diskutiert mit Wilfried Franke vom Regionalverband über Klimaschutz und Neue Mitte
Sonntag, 27. Oktober 2019
Presseschau: Südkurier, 27. Oktober 2019: Zur Abstimmung im Gemeinderat
Aktionsbündnis Grünzug hadert mit Entscheidung aber sieht im Rat trotzdem ein Umdenken zu ökologischerem Handeln
Grafik zum Abstimmungsergebnis im Gemeinderat Salem von P. Karg / GrünesSalem.deNach knappem Abstimmungsergebnis für die Freihaltung von Gewerbeflächen erklären die beiden abwesenden Gemeinderäte, Prinz Leopold von Baden und Leonard Straub, den Grund ihres Fernbleibens. Sie wären das Zünglein an der Waage gewesen.
Freitag, 25. Oktober 2019
Mittwoch, 23. Oktober 2019
Presseschau: Südkurier, 23. Oktober 2019: Salemer Gemeinderat bremst Aktionsbündnis aus
Mehrheit will fürs Gewerbe große Flächen vorhalten
Dienstag, 22. Oktober 2019
Schützenhilfe von Niko Paech
Das Aktionsbündnis Grünzug Salem hat prominente Unterstützung erhalten.
Der international für
seine Forschungen zur Postwachstumsökonomie bekannte Wirtschaftswissenschaftler Niko Paech
hat sich klar gegen die Fortschreibung des Regionalplans für Salem positioniert. In seiner
Stellungnahme schreibt der mehrfach ausgezeichnete Professor der Universität Siegen:
"Die Bundesrepublik leidet unter einem inzwischen schon gefährlichen Schwund an Natur,
insbesondere an unversiegelter Fläche. Dies wächst sich längst zu einem Knappheitsszenario aus.
Nicht ein Mangel an Güterwohlstand, sondern an ökologischer Überlebensfähigkeit markiert die
ökonomische Problemlage. Vor diesem Hintergrund ist es an Unverantwortlichkeit und
wirtschaftlicher Irrationalität kaum zu überbieten, wenn weiterhin Gewerbe- und Wohngebiete
erschlossen werden."
Den für Salem geplanten Schwerpunkt für Industrie und Gewerbe mit der Versiegelung neuer
Gewerbeflächen innerhalb des geschützten Grünzugs nennt Paech einen "aus der Zeit gefallenen
Schildbürgerstreich". "Das sei", so erläutert der Volkswirt weiter "genauso, als würde jemand sein
Haus anzünden, um sich am Feuer die Hände zu wärmen."
Zur Gemeinderatssitzung am 22.10.2019, in der die Gemeinderäte über ihre Stellungnahme zur
Fortschreibung des Regionalplans abstimmen, wird auch Herr Franke als Verbandsdirektor erwartet
und den Regionalplan noch einmal erläutern. Das Aktionsbündnis Grünzug ist gespannt, welche
Antwort er und die Räte auf derart deutliche Worte aus der Wissenschaft haben.
Montag, 21. Oktober 2019
Presseschau: Südkurier, 21. Oktober 2019: Widerstand gegen den Flächenfraß wächst
Das steckt hinter der Kontroverse um die Gewerbegebiete in Salem und Owingen
Mittwoch, 16. Oktober 2019
Presseschau: Südkurier, 16. Oktober 2019: Maßnahmen für Erhalt des Grünzuges
Das Aktionsbündnis Grünzug sammelt weiterhin Unterschriften gegen die Ausweisung eines Vorranggebietes für Industrie und Gewerbe in Salem. Zudem hat es an das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg geschrieben. Das Ministerium ist die Behörde, die die Regionalpläne am Ende genehmigt.
































