Dienstag, 13. Juni 2023

„Sichere Fahrrad-Abstellplätze für ganz Salem - Einführung eines einheitlichen Park-Konzeptes für Fahrräder“

Antrag der GOL zum Thema Fahrrad Mobilität vom 12.6.23:

  • Die Fraktion der GOL beantragt Fahrradabstellplätze in Modulbauweise, überdacht, mit sicheren Anschlussbügeln sowie Lademöglichkeit an zentralen Orten.

  •  Module sollen in regelmäßigen Abständen innerhalb von ganz Salem umgesetzt werden

  • Anregung zum "Mitmachen":  Angebote für Firmen, Läden, Büros, die das gemeindeeigene Konzept übernehmen und erweitern können. Kosteneffizienz z.B. in Form einer „Sammelbestellung“

  • Für die Umsetzung wird die Einplanung von 300.000,- im Haushalt 2024-2025 beantragt sowie die zeitnahe Anmeldung zur Förderung

  • Aufnahme als weitere Maßnahme im EEA- Konzept

Fördermöglichkeit: z.B.  Die RadSTRATEGIE fürs ganze Land“  hier
Baden-Württemberg hat einen Fahrplan für die Radverkehrsförderung bis 2025. Siehe dazu 2.1 und 2.2

 


Bild links: Ob nun mit dem ADFC geplant (Bsp. Kressbronn)  oder Beispielhaft aus einem Werbeprospekt entnommen (Bild) , die Modulbauweise verhilft zu einem  "Widererkennungs-Wert" innerhalb der Gemeinde.

 

 

 

 

 

 

Zur Antragsbegründung:

 

Die GOL hatte am 28.2.23 mit den Salemer Bürgern den Austausch beim Thema Fahrrad Mobilität gesucht.
Wir haben die Salemer Radler gefragt:
„Wie kann das Radfahren im Zusammenspiel mit dem ÖPNV in Salem so optimiert werden, dass immer mehr Leute das Auto freiwillig stehen lassen wollen und gerne auf das umweltfreundlichste Verkehrsmittel Fahrrad umsteigen?“

 

Eine Antwort, der alle zustimmten, lautete:
„Eine Kommune mit Vorbildcharakter signalisiert deutlich:
Fahrradverkehr ist willkommen in der Gemeinde“
 

Als größtes Problem für Radfahrer in Salem wurde benannt:
"Wo kann ich mein Fahrrad sicher stehen lassen?"

 

Nicht nur in Salem ist das ein Bürger-Anliegen, wie der Artikel in der Schwäbischen Zeitung vom 12.4.23 zeigt: Kressbronn baut Fahrradinfrastruktur aus(siehe Anhang)
Die Gemeinde Kressbronn investiert 305.000 Euro in neue Fahrradständer nach Modulbauweise, der Bund hat  157.500 Euro der geplanten Kosten übernommen.
Begründung in Kressbronn: Im öffentlichen Raum müssten diebstahlsichere, komfortable und strategisch sinnige Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen werden, auch vor dem Hintergrund, dass die Zweiräder immer wertvoller und teurer werden.

 

In Salem wurde konkret an folgenden Stellen wurde das Fehlen von Abstellplätzen bemängelt

 

    • Innerortsbereiche in allen Teilorten
    • Kindergärten: Hier sollte man an mehr Platzbedarf für Fahrrad- Anhänger bzw. Lastenräder denken 
    • Bei den Arbeitsstellen /im Gewerbegebiet
    • Schlossseebereich:
      Größere und sichere Abstellflächen wären notwendig,
      Zumindest ein Teil davon sollte für hochwertige Räder besser gesichert sein (z.B. mit Video-Überwachung) da sie hier länger ohne Aufsicht stehen
    • am Bahnhof  
      Das sollte im Zuge der weiteren Planungen am Bahnhofsareal berücksichtigt werden.

Die vorhandenen Boxen sind ein guter Anfang. Sie sind aber beschränkt durch monatsweise Miete. Wenn der ÖPNV stärker genutzt werden soll, dann müssen Voraussetzungen für mehr und flexibleres Fahrrad-Parken geschaffen werden.

 

Anhang:


 

aus: ABSTELLANLAGEN FÜR FAHRRÄDER AN DEUTSCHEN BAHNHÖFEN

BESTAND UND POTENZIALE  hier


 

 

 

Pendler mit Fahrrad: Teure Räder werden für Firmen zum Problem  10.03.2023  hier


Es fehlt an Ladesäulen und Abstellplätzen – gleichzeitig sorgt ein neues staatliches Förderprogramm für eine massive Nachfrage nach elektrischen Vehikeln. Wo sie abstellen? Und wie sie laden? 

   


Kressbronn baut Fahrradinfrastruktur aus  hier

Die Gemeinde Kressbronn fördert die Fahrradinfrastruktur und wird an vier Standorten weitere überdachte Fahrradabstellanlageneinrichten. … 

 

Überflüssigen Verkehr vermeiden

Wie Andreas Wenzler, Sachgebietsleiter Bau– Umwelttechnik und Vergabewesen, erläutert, müsse man, um eine klimaschonende und flächendeckende Fahrradinfrastruktur zu erreichen, entsprechend durchgängige und komfortable Bedingungen für Radfahrer schaffen.

„Hierfür ist es erforderlich, in ein lückenloses Netz mit geringen Verlustzeiten nutzbaren Radverkehrssystems zu investieren. Ein solches trägt zu einer nachhaltigen und umweltschonenden Mobilität bei, aggregiert Quelle–Ziel–Verkehre, vermeidet Staus und verflüssigt den Verkehr insgesamt.

Ziel ist es weiter, dabei auch in ländlichen Räumen das Fahrradfahren sicherer und attraktiver zu gestalten und einen Umstieg vom Kraftfahrzeug auf das Fahrrad zu erreichen.“ 

 

Modulartiger Ausbau  ….Anhand der Empfehlungen des ADFC (Allgemeiner deutscher Fahrradclub) habe die Gemeindeverwaltung im Vorfeld die Art der Überdachung und die Art der Fahrradständer am Bahnhof festgelegt und mit den Anforderungen aus dem Gestaltungskatalog ergänzt und dort bereits realisiert, so Andreas Wenzler.

Auf dieser Basis sollen nun modulartig die vorgestellten Standorte mit den gleichen Modellen versehen werden.

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