Freitag, 19. März 2021

Abschied vom Bodensee - Warten auf das Geröll. Eine Real-Satire?

Ein heftiger Artikel in der TAZ, zumindest für uns "Einheimische", die wir alle schon an unserem See hängen und auch gerne seinetwegen Umwege in Kauf nehmen...aber wo er recht hat hat er recht. 
hier zu lesen in voller Länge, das lohnt sich auf alle Fälle.

Auszüge daraus: 

Ganz unten in Baden-Württemberg liegt der Bodensee. Noch.
Warum es gut ist, dass Deutschlands größter See verschwindet.


In 40.000 Jahren wird der Bodensee zum Glück verschwunden sein. Vielleicht klappt es sogar doppelt so schnell. Ausnahmsweise liegt das nicht an der Klimaerwärmung, auch wenn die Pegelstände im Sommer bereits merklich sinken. Aber so schnell verdunstet ein 60 Kilometer langer See nun auch nicht, zumal der Niederschlag in den Nordalpen in Summe eher nicht weniger wird. Und von dem Wasser, das sich dort sammelt, im Alpenrhein zusammenfließt und bei Bregenz in den Bodensee mündet, speist der sich ja zum größten Teil. 
Auf seinem Weg zur Mündung sammelt der Rhein aber nicht nur Wasser ein, sondern auch Alpengeröll, und das wird den Bodensee in geologisch absehbarer Zeit zuschütten.   


....Was den Verkehr angeht, ist die Bodenseeregion eine abgehängte Landschaft......


Allerdings auch nur, was den Verkehr angeht. Und damit kommen wir zu Problem Nummer 2: Die Gegend boomt. Die Zuzüge übertreffen konstant die Fortzüge. Die Arbeitgeber in der Region, Maschinenbauer, Automobil­zulieferer und Rüstungsunternehmen, locken mit guten Gehältern. Wohlhabende Ältere schätzen den Bodensee als Alters­ruhesitz. Mit Ferienwohnungen lässt sich gutes Geld machen und Immo­bilieninvestoren haben die Region auch längst entdeckt. Am Bodensee herrscht also auch auf dem Land ein klassisches Großstadtproblem: Die Wohnkosten steigen.....

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